Teil eines Werkes 
3. Theil
Entstehung
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dem Bette. Lucia dreht ſich um, ſpringt ungeſtuͤm auf, fliegt auf den Greis zu, und ſchreit:„Wen ſieht mein Auge! Pater Criſtoforo!“

„Aus wie großer Angſt hat Euch der Herr erloͤſt, Lu⸗ cia!“ rief dieſer.„Ein maͤchtiger Troſt fuͤr Euch, daß

Ihr Eure Hoffnung jederzeit in ihn geſetzt habt.“

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„Ja! Aber Sie, Vater?— Ich Arme, wie er ganz

ein anderer Mann geworden iſt!— Wie Lezt es? ſagen

Sie, wie geht es?“

„Wie Gott will, und wie, mit ſeiner Gnade, auch ich will!“ erwiederte der Moͤnch mit heitrem Antlitz. Dar⸗ auf zog er ſie ſeitwaͤrts.„Hoͤrt, ich kann nur wenige Au⸗

genblicke hier ſeyn. Habt Ihr noch volltommlener Zutdanen

zu mir) wie vor Zeiten?“

„ ſind Sie noch immer mein Vater?“

„Alſo, Tochter, was iſt das fuͤr ein Geluͤbde, von dem Renzo mir geſprochen hat?“

„Ein Geluͤbde, das ich der Madonna gethan, mich nicht zu verheirathen.

„Habt Ihr aber damals bedacht, 4 Ihr buſch ein Verſprechen gebunden wart?”?

„Da es den Herrn und die Mutter Gottes betraf... nein, hab' ich nicht daran gedacht.“ 4.8 ‚Dem Herrn, Kind, ſind Opfer und Anerbietungen wohlgefaͤllig, wenn wir ſie von unſrem eigenen Vermoͤgen ihm darbringen. Das Herz will er, den Willen; Ihr aber konntet ihm nicht den Willen eines Andern zum Syfer bringen, dem Ihr Euch verpflichtet hattet.“ „Hab' ich Unrecht daran gehandelt?“ fragte Lucia. „Mein armes Maͤdchen, das denket nicht; ich glaube