Teil eines Werkes 
3. Theil
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Dich in Dich gehen afenz dann ufeh Dn Dih aufe den geben.“

„Zufrieden geben? O den Gedanken us. Dir aus der Seele. Haſt mir das garſtige Wort ſchon einmal ſchreiben laſſenz ich weiß, was ich daruͤber hab' ausgeſtan⸗ den. Und jetzt biſt Du hartherzig genug, mir's noch zu ſagen. Ich aber verſichere Dir klar und rund, daß ich mich nimmermehr zufrieden geben werde. Du willſt mich vergeſſen— ich Dich nicht. Und ich betheure Dir, ſiehſt Du, wenn Du mich um meinen Verſtand bringſt, ſo krieg' ich ihn auf Erden nicht wieder. Zum Teufel mit dem Handwerk, zum Teufel mit dem ordentlichen Leben! Willſt Du mich zur wuͤthenden Tollheit bis an mein Ende ver⸗ dammen, wie ein Toller werd' ich's treiben.... Und der arme Ungluͤckliche! Weiß der Herr, ob ich ihm von Herzen vergeben habe; Du aber.... Soll ich all mein Lebelang

den Gedanken nicht aus dem Kopf kriegen koͤnnen, daß wenn er nicht geweſen waͤre.. Lucia! Du haſt mir ge⸗ ſagt, ich ſoll Dich vergeſſen— Dich vergeſſen! Woran ſoll ich das ganze Jahr hindurch denken? Nach ſo vieler Hoff⸗ nung, ſo vielen Verſprechen? Was that ich Dir, ſeit wir uns verlaſſen haben? Weil ich gelitten habe, behandelſt Du mich ſo? Warum hab' ich Elend ausgeſtanden? Wa⸗ rum die lange Zeit, weit von Hauſe, von Ench weg, trau⸗ rig verlebt? Warum bin ich bei'm erſten Augenblick, da ich nur gekonnt habe, hieher gekommen, Dich aufzuſuchen?“ Nachdem Lucia vor Thraͤnen zu Worte kommen konnte, faltete ſie die Haͤnde aufs Neue, und erhob die ſchwim⸗ menden Augen zum Himmel.„Hilf du mir, heilige Jung⸗ frau! Du weißt, daß ich ſeit jener Nacht keinen Augen⸗