Teil eines Werkes 
3. Theil
Entstehung
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20 len, ſo ſeh' ich nicht ein, was man damit gewinnen koͤnnte, auch wenn ſich Einer entſchloͤſſe, den Helden zu ſpielen. Der Edelherr iſt von der Art, daß ſich weder an Kampf noch an Uebereinkunft mit ihm denken laͤßt.

Wißt Ihr denn nicht, daß im Leiden um der Ge⸗ rechtigkeit willen unſer Sieg beſteht? Wißt Ihr nicht, was Ihr ſelbſt prediget? Was lehret Ihr denn? Welches iſt denn die gute Kunde, ſo Ihr den Armen verheißet? Wer

verlangt von Euch, daß Ihr Gewalt mit Gewalt zuruͤck⸗

treibet? Wahrlich, man wird Euch eines Tages nicht fra⸗ gen, ob Ihr die Maͤchtigen zur Rechenſchaft zu zwingen verſtanden habt; dazu ward Euch weder Auftrag noch Mit⸗ tel gegeben. Wohl aber wird man Euch fragen, ob Ihr die Mittel angewandt, und der Vorſchrift Genuͤge zu lei⸗ ſten verſucht habt, auch wenn Jene verwegen genug gewe⸗ ſen, es Euch zu unterſagen.

Was ſind doch dieſe Heiligen wunderlich! dachte Don Abbondio dabei wenn man' bei Lichte beſieht, liegt ihnen die Liebſchaft eines jungen Paares ernſtlicher als das Leben eines armen Prieſters am Herzen. Sei⸗ nerſeits haͤtte er ſich vollkonnnen beruhigt, wenn das Ge⸗ ſpraͤch hiermit zu Ende geweſen waͤre; er ſah aber den Kardinal, ſo oft er ein wenig einhielt, eine Antwort er⸗ warten, ein Geſtaͤndniß, eine Selbſtvertheidigung, kurz ir⸗ gend einen Laut aus dem Munde des Gegners.

Ich wiederhole, Monſignore, erwiederte er endlich, ich habe Unrecht. Den Muth, den kann ſich Keiner geben.

Warum habt Ihr Euch alſo, koͤnnte ich fragen, zu einem Amte verpflichtet, welches Euch gebietet, den Leiden⸗