Teil eines Werkes 
3. Theil
Entstehung
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Die Maͤnner machten einander im Anbieten ihrer Dienſte den Vorrang ſtreitig; jeder wollte die Nacht uͤber als Wacht vor dem Hauſe ſtehen. Bei dieſer Gelegenheit ruͤckt unſer Autor mit einem Sprichwort hervor: ſollen ſich viele Arme zu Eurem Beiſtand erheben, ſagt er, ſo duͤrft Ihr bloß keinen noͤthig haben.

So viele Liebesbezeugungen verwirrten Lucien, und brachten ſie ſchier außer Faſſung; genau genommen indeſ⸗ ſen thaten ſie ihr wohl, und zogen ſie ein wenig von den Gedanken nnd den Erinnerungen ab, welche mitten in dem Getuͤmmel bei dieſer Thuͤre ihres Hauſes, in dieſen ge⸗ wohnten Zimmern, bei'm Anblick eines jeden Gegenſtandes, nur all zu aͤngſtlich ihr auf's Herz ſielen.

Mit dem Gelaͤute der Glocke, welche den Beginn des

Gottesdienſtes verkuͤndigte, ſetzte ſich Alles nach der Kirche

in Bewegung, und die Heimgekehrten erlebten einen zwei⸗ ten Siegeszug.

Nach Beendigung des Gottesdienſtes kam Don Abbon⸗ dio heimgelaufen, um nachzuſehen, ob auch Perpetua zur Mittagsmahlzeit Alles gehdrig eingerichtet habe, hoͤrte aber, daß der Kardinal ihn zu ſprechen verlange. Sogleich eilte er nach dem Zimmer des hohen Gaſtes; dieſer ließ ihn naͤ⸗ her treten, und ſagte:Herr Pfarrer der Ton dieſer Anrede verrieth den Beginn eines langen und ernſtlichen GeſpraͤchesHerr Pfarrer, warum habt Ihr dieſe Lucia und ihren verſprochenen Braͤutigam nicht durch den eheli⸗ chen Segen verbunden?

Die haben heut fruͤh den Sack ausgebeutelt! dachte

Don Abbondio, und erwiederte mit Worten, die halb in der Kehle ſtecken blieben:Sie werden wohl,⸗ erlauchter