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Monſignore, von den Verwirrungen, ſo in dieſer Sache ſich ereignet, ſprechen gehoͤrt haben; das Ganze iſt eine ſolche Verwicklung, daß man auch dieſe Stunde noch kei⸗ nen klaren Blick hinein thun kann; wie Eure erlauchte Gnaden ſchon daraus ſehen koͤnnen, daß das Maͤdchen, nach ſo vielen Ereigniſſen, gleichſam durch ein Wunder hier iſt, und vom Aufenthalt des jungen Mannes gar nichts bekannt geworden.
„Habt Ihr, frage ich, vor allen dieſen Ereigniſſen an dem beſprochenen Tage, als Ihr darum gebeten wurdet, Euch geweigert, die Trauung zu vollziehen? Und warum habt Ihr Euch geweigert?“
„Freilich wohl— wenn Eure erlauchte Gnaden wuͤßte, was fuͤr Vorſchriften, was fuͤr drohende Ermahnungen ich bekommen habe, mir kein Woͤrtchen entwiſchen zu laſſen..“ Ohne zu enden, ſtockte er mit einer Geberde, welche ehr⸗ furchtsvoll zu verſtehen gab, daß nur Unbeſcheidenheit mehr zu wiſſen verlangen koͤnne.
„Aber,“ ſagte der Kardinal mit ungewoͤhnlichem Ernſte in Ton und Miene,„Euer Biſchof iſt's, der um ſeiner Pflicht und Eurer Rechtfertigung willen von Euch zu er⸗ fahren verlangt, warum Ihr nicht gethan, was unter ge⸗ woͤhnlichen Umſtaͤnden die Schuldigkeit erforderte.“
„Monſignore,“ erwiederte Don Abbondio, indem er ſich demuͤthig gleichſam verkuͤrzte,„ich habe ja nicht damit ſagen wollen... Weil es aber verwickelte, alte Geſchich⸗ ten ohne Heilmittel ſind, ſo ſchien's mir unnuͤtz, ſie wieder aufzuruͤhren. Jedoch, ſag' ich— ich weiß, Eure erlauchte Gnaden wollen Ihren armen Pfarrer nicht dem Verderben preis geben. Denn Sie ſehen wohl, Monſianore, Eure
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