Teil eines Werkes 
3. Theil
Entstehung
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Frauen dem Kardinal uͤberreichen koͤnnten. Dies begab ſich zwei oder drei Tage, ehe dieſer die Saͤnfte ſandte, welche das Paar nach dem heimathlichen Hauſe zuruͤck brachte.

Als ſie anlangten, hatte ſich Borromeo noch nicht zur 2

Kirche begeben. Sie ſtiegen vor dem Pfarrhauſe ab; der Kapellan, welcher den Befehl hatte, ſie augenblicklich ein⸗ zufuͤhren, ſah ſie zuerſt, und that, wie ihm geboten worden; doch nahm er ſie unterweges in aller Geſchwindigkeit uͤber das Benehmen, wie die Gegenwart eines Kardinals es verlangte, und uͤber die Titel, die ihm gebuͤhrten, in die Schule; denn ſo oft er das nur heimlich thun konnte, un⸗ terließ er es nie. Die ſchlechtbehandelte Ordnung, welche hierin in der Umgebung des großen Erzbiſchofs herrſchte, kraͤnkte den guten Mann bis in die tiefſte SeeleAl⸗ les, pflegte er zu ſeinen Dienſtgenoſſen zu ſagen,Alles weil der gottſelige Mann gar zu herzensgut iſt, gar zu vertraulich ſich herablaͤßt. Er erzaͤhlte wirklich, mehr als ein Mal mit ſeinen eigenen Ohren es angehdet zu ha⸗ ben, wie ihm geantwortet worden:Herr, jal odernein, Herr!

Der Kardinal unterhielt ſich eben mit Don Abbondio uͤber Angelegenheiten des Kirchſprengels; ſo konnte dieſer nicht gleichfalls, wie er es gewuͤnſcht hatte, die Frauen in die Schule nehmen. Nur als er hinausging und ſie her⸗ eintraten, gab er ihnen im Voruͤberſtreifen durch einen Augenwink zu verſtehen, wie zufrieden er mit ihnen waͤre, und wie gut ſie thaͤten, im Seäliſcidergen ſo wacker fortzufahren.

Nach hoͤfllichem Empfang von der einen und vielen