Teil eines Werkes 
3. Theil
Entstehung
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Forderung der himmliſchen Abſichten ſich erſtreckte, ſiel ſie leider oft in den ſchrecklichen Irrthum, ihr Gehirn mit dem Himmel zu verwechſeln. Indeſſen huͤtete ſie ſich wohl⸗ dieſe zweite Abſicht durch einen Wink zu verrathen; denn einer ihrer Grundſaͤtze lehrte, daß bei dem Wunſch, einen guten Plan gluͤcklich auszufuͤhren, in den meiſten Faͤllen die Hauptſache ſey, ihn durchaus nicht merken zu laſſen. Mutter und Tochter ſahen ſich an. Die ſchmerzliche Nothwendigkeit, von einander zu ſcheiden, ſtand ihnen vor den Augen; ſo ſchien denn Beiden der Vorſchlag hoͤchſt annehmlich, zumal wenn ſie die geringe Entfernung des Landgutes von ihrem Dorfe bedachten; ſie konnten ſich, wenn die Sache ſchlimm ausfiel, an einem Zwiſchenorte finden und ſprechen. Sobald die Eine der Anderen ihre Einwilligung angemerkt, wandte ſich das Paar zur Dame mit dem Danke, der ein Anerbieten ergreift. Von ihrer Seite erneuerten ſich Hoͤflichkeiten und Verſprechungen der Brief an Monſtgnore ſollte den Augenblick geſchrieben ſeyn. Die Frauen entfernten ſich, und Don Ferrante ſetzte den Brief auf; denn da er, wie wir ein ander Mal aus⸗ fuͤhrlicher berichten werden, ſich mit Gelehrſamkeit befaßte, war er bei wichtigen Angelegenheiten der Kanzleiſchreiber ſeiner Ehehaͤlfte. So ſetzte er denn auch hier ſeinen Gei⸗ ſtesfaͤhigkeiten angeſtrengt zu, uͤbergab ihr den Aufſatz zur Abſchrift, und legte ihr dabei mit gluͤhendem Eifer die Rechtſchreibung an's Herz; dieſe war eins von den vie⸗ len Dingen, die er erlernt, und eins von den wenigen, die ſeinem Gebote im Hauſe gehorchten. Die Abſchrift geſchah mit ſorgfaͤltigſter Gewiſſenhaftigkeit, und ward ſo⸗ dann zum Schneider hinuͤber geſchickt, damit ihn die