Teil eines Werkes 
3. Theil
Entstehung
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machen, hatte der Schneider ihr jedesmal mit willigem Herzen dieſen Dienſt erzeigt; in dieſem Falle aber kam ihm eine Weigerung wie eine Art von Empoͤrung vor. Er machte ſo viele Verwunderungsgeſichter, erhob ein ſo nach⸗ druͤckliches Geſchrei, brachte ſo viele Gegengruͤnde vor man benehme ſich nicht ſo; es ſey eine hohe Familie; vor⸗ nehme Herrn ſpeiſe man nicht mit Nein ab; es koͤnnte ihr Gluͤck ſeyn; die Dame Praſſede ſey, alles Andre bei Seite gelaſſen, auch eine Heilige kurz, er ſetzte ſo viele Hebel in Bewegung, daß Lucia ſich endlich ergeben mußte; auch ließ es Agneſe bei all dieſen Gruͤnden an nachhelfenden Verſicherungen nicht fehlen.

Bei der Dame angelangt, wurden ſie mit freundlichen Gruͤßen und Gluͤckwuͤnſchen uͤberhaͤuft. Sie fragte, ſie ertheilte ihren Rath; Alles mit einem gewiſſen angebore⸗ nen Uebergewicht, welches aber von ſo leutſeligen Ausdruͤ⸗ cken gemildert, von ſo lebhaftem Eifer annehmlicher ge⸗ macht, und von einem ſo geiſtlich frommen Weſen gewuͤrzt wurde, daß Agneſe auf der Stelle, Lucia allmaͤlig, ſich von ihrer aͤngſtlichen Ehrfurcht erholten, und die adlige Ge⸗ genwart gefaßter zu ertragen anfingen; ia ſie fuͤhlten bald zu der hohen Wirthin ſich hingezogen. Die Dame ver⸗ nahm, daß der Kardinal es uͤbernommen, fuͤr Lucien einen Zufluchtsort zu finden; es regte ſich der Wunſch in ihr, ei⸗ ne ſo edle Abſicht zu unterſtuͤtzen und ihr zuvor zu kom⸗ men; ſie erbot ſich, das Maͤdchen in ihr Haus aufzuneh⸗ men, woſelbſt ihre ganze Beſchaͤftigung nur im Naͤhen, Plaͤtten oder Spinnen beſtehen ſollte. Dem Erzbiſchof wuͤrde ſie Nachricht davon geben.

Außer der unmittelbaren Wohlthat, die in einem ſol⸗