Teil eines Werkes 
3. Theil
Entstehung
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erklaͤrte ſie, ſie hege keine Hoffnungen mehr, und ihr einzi⸗ ger Wunſch in dieſer Welt ſey, ſich mit ihrer Mutter recht bald fuͤr immer vereinigen zu koͤnnen; oft aber ſtellten ſich Thraͤnen zu gelegener Zeit ſtatt der Worte ein.

Weißt du, warum du dir das einbildeſt? ſagte Ag⸗ neſe.Weil du ſo viel ausgeſtanden haſt; es kommt dir gar nicht wahrſcheinlich vor, daß Alles ſich wieder zum Guten wenden kann. Laſſ' aber den Herrn walten, und wenn... Es ſoll nur ein Sonnenſtrahl, ein einziger Son⸗ nenſtrahl ſich blicken laſſen, ſo wollen wir hoͤren, ob dir an Allem nichts mehr gelegen ita Lucia kuͤßte die Mutter, und weinte.

Uebrigens hatte ſich zwiſchen ihnen und dem hausherr⸗ lichen Paare ſehr ſchnell eine innige Freundſchaft gebildet, und wo entſtaͤnde ſie herzlicher, als zwiſchen Wohlthaͤtern und Unterſtuͤtzten, wenn dieſe wie jene rechtliche Menſchen ſind? Agneſe plauderte mit der Hausfrau manche Stunde weg. Der Schneider gewaͤhrte ihnen mit Geſchichten und moraliſchen Erzaͤhlungen manche vergnuͤgliche Erbauung; bei Tiſche vorzuͤglich hatte er jederzeit etwas Artiges von Buovo d'Antona oder von den Vaͤtern der Wuͤſte zu erzaͤhlen.

Wenige Miglien von dem Doͤrfchen lebte ein Paar von hohem Stande auf einem Landgute, Don Ferrante und Dame Praſſede, der Familiennahme iſt auch hier, wie gewoͤhnlich, in der Feder unſres Anonymus ſte⸗ cken geblieben. Dame Praſſede war eine bejahrte Edelfrau, welche einen ziemlichen Hang zum Wohlthun hatte; iſt ſolch ein Hang der wuͤrdigſte, welchem der Menſch ſich zu uͤberlaſſen vermag, ſo kann er auch nur all zu ſehr, wie jeder andre, Unheil anrichten. Um Gutes zu thun, muß