Teil eines Werkes 
3. Theil
Entstehung
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Einen des Paares erſchien die muthigſte Gerechtigkeitsliebe mit einem ſo erhabenen Anſehen gepaart, in dem Andern hatte die uͤbermaͤchtige Gewaltthaͤtigkeit perſoͤnlich ſich ge⸗

demuͤthigt, und der frevelhafte Trotz, die Waffen ſtreckend,

ſich unterworfen. Neben ſolchen Muſtern ſchrumpfte Don Rodrigo ein wenig zuſammen. Ein Jeder begriff, was es heiße, die Unſchuld quaͤlen, um ſie entehren zu koͤnnen, und ſie mit einer ſo unverſchaͤmten Beharrlichkeit, mit ſo gewaltſamer Wildheit, mit ſo abſcheulichen Liſtgeſpinnſten

zu verfolgen. Man ging bei dieſer Gelegenheit die uͤbri⸗

gen Feldzuͤge des Helden durch, und da der Einzelne mit Allen ſich der nehmlichen Meinung ſah, ſprach man furcht⸗ los aus, was man dachte. Man fuͤſterte einander zu, und ſtand in geſpraͤchigen Haufen beiſammen, hielt ſich aber noch immer weit vom Schuß; denn um den Mann ſtand nach wie vor eine Menge von bewaffneten Bravi.

Ein großer Theil dieſes oͤffentlichen Tadels ſiel auf ſeine Freunde und Schmeichler. Der Herr Stadtvogt, der bei den Handlungen dieſes Tyrannen ſich ſtets taub, blind und ſtumm verhalten, erhielt ſeinen Tert geleſen; aber auch hier wagte man ſich nicht ganz offen heraus, der Herr Stadtvogt hatte ſeine Haͤſcher. Mit dem Doktor Knoten⸗ hauer, welchem bloß Geſchwaͤtz und Kabalen zu Gebote ſtanden, wie mit den uͤbrigen Schmeichelwuͤrmchen dieſer Art, ging man ſo ſcheuglimyflich nicht umz man wies mit Finger auf ſie hin, und warf ihnen ſcheele Blicke zu; das geſchah ſo nachdruͤcklich, daß ſie es fuͤr's Kluͤgſte hiel⸗ ten, dem Lichte der Welt eine Zeit hindurch ihre werthen Perſonen zu entziehen.

Zu Boden geſchmettert von einer ſy ungeahnten Nach⸗