Teil eines Werkes 
3. Theil
Entstehung
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richt, nachdem er von Tag zu Tag, von Augenblick zu Augenblick eine ganz andere erwartet, blieb Don Rodrigo zwei Tage hindurch, mit ſeinen Soͤldlingen allein, im Pal⸗ laſte verborgen, und kaute am giftigen Brocken; mit dem dritten Tage reiſte er nach Mailand ab. Haͤtte es ſich bloß um das Gemurmel der Leute gehandelt, ſo waͤre er viel⸗ leicht, da die Dinge doch einmal ſo weit gekommen, trot⸗ zend dort geblieben, und haͤtte nach einer Gelegenheit ge⸗ ſucht, an einem der Keckeſten fuͤr die uͤbrigen Alle ein

Beeiſpiel ſeines ſtrafenden Grimmes aufzuſtellen; was ihn

aber hinweg trieb, war die ſichere Kunde, daß der Kardinal auch nach jener Gegend ſich ſchon auf den Weg gemacht habe. Der Graf Oheim, der uͤber die ganze Geſchichte nicht mehr wußte, als er von Attilio erfahren, wuͤrde wahrſcheinlich darauf beſtanden haben, Don Rodrigo ſolle, bei dieſer Fuͤgung der Verhaͤltniſſe, dem Kardinal den er⸗ ſten Beſuch abſtatten, um von demſelben vor den Augen der Welt eine ausgezeichnete Aufnahme zu erhalten; wie er jetzt darauf rechnen durfte, braucht Keinem geſagt zu wer⸗ den. Der alte Herr wuͤrde darauf beſtanden haben, und haͤtte ſich bis auf's Kleinſte daruͤber Rechnung ablegen laſſen; denn die Gelegenheit war wichtig, man mußte ſe⸗ hen laſſen, welche Achtung die Familie bei einem Wuͤrden⸗ traͤger vom erſten Range genieße. Um ſich nun aus einem ſo verhaßten Gedraͤnge zu ziehen, verließ Don Rodrigo vor Sonnenaufgang ſein Bett, warf ſich in eine Kutſche, ließ ſich vom Grauen und von andern Bravi begleiten, gab Befehl, die uͤbrige Dienerſchaft ſollte nachkommen, zog wie ein Fluͤchtling ab, wie Catilina von Rom wenn es er⸗ laubt iſt, unſre unbedeutenden Perſonen mit beruͤhmten Mu⸗

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