Teil eines Werkes 
3. Theil
Entstehung
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Erſtes Kapitel.

Am folgenden Tage ſprach man in Luciens Dorfe, wie in der ganzen Gegend um Lecco, von nichts Anderem als von dem Maͤdchen, dem Ungenannten und dem Erzbiſchof. In⸗ deſſen unterhielt man ſich auch noch von einem Vierten, der ſonſt recht gern ſich im Munde der Menſchen wußte, unter dieſen Umſtaͤnden dagegen weit lieber uͤbergangen worden waͤre, von Don Rodrigo nehmlich.

Man hatte freilich ſchon vorher von ſeinen Streichen geredet, es geſchah jedoch bloß in einzelnen, heimlichen Geſpraͤchen; zwei Menſchen mußten ſchon auf ſehr ver⸗ traulichem Fuße mit einander ſtehen, wenn ſie in dieſem Kapitel mit gegenſeitiger Offenherzigkeit ſich verſtaͤndigten. und auch dann legten ſie keinesweges die ganze Fuͤlle ihrer Empfindung in die Worte; denn ſobald der Unwille ſich nicht ohne große Gefahr Luft machen darf, ſo zeigen die Menſchen im Allgemeinen nicht bloß eine geringere Ent⸗

ruͤſtung, ſie empfinden ſie auch in der That. Wer haͤtte ſich aber jetzt enthalten koͤnnen, uͤber ein ſo geraͤuſchvolles Ereigniß, in welchem die Hand des Himmels ſichtbar ge⸗

waltet, und zwei ſolche Menſchen eine ſo glaͤnzende Rolle

geſpielt, Fragen zu thun und Urtheile zu faͤllen? In dem III. 1