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erwehren, und ſo fuͤhlten ſie ſich in ſeiner Gegenwart von jener Schaam uͤberraſcht, welche auch die roheſten und muthwilligſten Gemuͤther bei einem ſchon erkannten Ueber⸗ gewichte zu erfahren pflegen. Was ſie nun aus dieſem Munde hier vernommen, klang ihren Ohren freilich gehaͤſſig; die Wahrheit deſſelben aber begriffen ſie ſehr wohl, und der Inhalt war ihnen keinesweges fremd; wenn ſie auch tau⸗ ſend Mal ihren Spott damit getrieben, ſo geſchah es nicht, weil ſie keinen Glauben daran hegten, ſie ſuchten mit dem Spott nur der Furcht zuvorzukommen, die bei ernſte⸗ rem Nachdenken unfehlbar ſie beſchlichen haͤtte. Jetzt ſa⸗ hen ſie die Wirkung dieſer Furcht auf ein ſo felſenfeſtes Gemuͤth, wie ihr Herr zu beſitzen geſchienen, und ſo gab es keinen Einzigen, welchem dieſe Erſcheinung, dem Einen mehr dem Andern weniger, nicht gewichtvoll auf's Herz fiel. Dabei hatten Diejenigen unter ihnen, die zuerſt außerhalb des Thales die große Neuigkeit zu erfahren be⸗ kommen, zugleich auch die Freude, den muthigen Jubel aller Einwohner umher geſehen und ſelbſt weiter berichtet; die neue Gunſt, welche ihrem Herrn zu Theil ward, die Verehrung, welche dem alten Haß, der alten Scheu ſo unerwartet folgte. Auf dieſe Weiſe erkannten ſie in dem Manne, zu dem ſie ſelbſt, obgleich ein großer Theil ſeiner Kraft, nur mit zagenden Blicken emporgeſehen, jetzt das Wunder, den Abgott der Menge; ſie fanden ihn, wie vor⸗ her, weit uber alle Andern erhaben, aber in einer ganz verſchiedenen Weiſe— immer außerhalb des gewoͤhnlichen Haufens, immer noch der Erſte.
So ſtanden ſie ſprachlos da, Einer uͤber den Andern und Jeder üͤber ſich ſelbſt ungewiß. Dieſer gab ſich einem


