Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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ein Geſchenk auf den Weg bekommen; er kann gehen, nimmer aber ſetze er den Fuß wieder uͤber dieſe Schwelle, es ſey denn, daß er ſein Leben zu aͤndern trachtet in dieſem Falle ſoll er ſich jederzeit mit offenen Armen von

mir empfangen ſehen. Ueberlegt das dieſe Nacht, morgen

werde ich Euch Einen nach dem Andern um Eure Antwort fragen, und dann ſollt Ihr neue Befehle erhalten. Fuͤr jetzt gehe Jeder auf ſeinen Poſten zuruͤck. Gott der Herr, der an mir ſeine Erbarmung ſo gnaͤdiglich kund gethan, bedenke auch Euch mit einem tugendhaften Entſchluſſe. Hier ſchwieg er, und kein Laut ließ ſich vernehmen. Wie verſchieden und ſtuͤrmiſch auch die Gedanken ſeyn mochten, welche in dieſen wilden Koͤpfen gaͤhrten, ſie ver⸗ riethen ſich durch kein aͤußeres Zeichen. Sie hatten ſich daran gewoͤhnt, die Stimme ihres Gebieters als die Er⸗ klaͤrung eines Willens zu betrachten, gegen welchen kein Menſch auf Erden mit Widerſpruͤchen rechten durfte; die Stimme verkuͤndigte zwar, daß dieſer Wille eine andre Richtung genommen, daß er aber ſeine alte Kraft verloren, verkuͤndigte ſie nicht. Keinem von ihnen kam es in den Sinn, daß man gegen einen Mann, deſſen Bekehrung auf Demuth ſchließen ließ, muthig auftreten und ihm, wie Andern, erwiedern duͤrfe. Sie ſahen einen Heiligen in ihm, aber einen von denjenigen Heiligen, die mit empor⸗ gehobenem Haupte und mit dem Schwerdt in der Fauſt gemahlt zu werden pflegen. Als Unterthaͤnige empfanden ſie außer der Furcht auch eine ergebene Zuneigung; dieß fand beſonders bei ſolchen ſtatt, welche unter ſeiner Schutz⸗ herrſchaft geboren worden, und deren gab es nicht Wenige. Keiner vermochte ſich der wohlwollenden Bewunderung zu