Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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Der Pfarrer meinte, es koͤnne wirklich weder der Gewinnſt des Handwerkes noch die Erndte eines kleinen Feldes bei ſolchem Jahre den guten Schneider in den Stand ſetzen, gegen ſeine Mitmenſchen nach Wunſch freigebig zu ſeyn: da er indeſſen aus fruͤheren Jahren etwas zuruͤckgelegt, ge⸗ hoͤre er mit zu den Wohlhabendſten in der Gegend, und koͤnne, ohne ſich Schaden zu thun, Manchem, was bei ihm von Herzen geſchieht, eine kleine Nachhuͤlfe zukommen laſ⸗ ſen; uͤbrigens aber wuͤrde er es als eine Beleidigung an⸗ ſehen, wenn man ihm eine* Belohnung an Geld Kunxihen wollte.

So wird er wahrſcheinlich, ſagte der Kardinal,bei Leuten, die nicht bezahlen koͤnnen, Sehuldeß ausſtehen haben.

So iſt's, erlauchter Monſignore. Die armen Leute zahlen mit dem Ueberſchuß der Erndte; vergangenes Jahr hat es keinen Ueberſchuß gegeben, und heuer hat Keines einmal das Noͤthige herausgebracht.

Gut alſo, erwiederte Borrome o,ich nehme alle die Schulden auf mich; Ihr aber thut mir den Gefallen, ſucht Euch von ihm eine Liſte daruͤber zu derfehfen⸗ und zahlt die ſaͤmmtlichen Poſten aus.

Das moͤchte wohl eine ziemliche gannae anmchen. 7

Deſto beſſer, und ich denke, es giebt hier nur allzu⸗ viele, die noch bedauernswuͤrdiger, noch entbloͤßter ſind, und nicht einmal Schulden hahen⸗ dieweil isnen Niemand et⸗ was leiht.

Freilich; man thut was man kannz bei ſolchen Zeiten aber Allen nachzuhelfen iſt nicht moͤglich.

Michtet es ſo ein, daß er ihnen auf meine Rechnung