Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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hatte an andre Dinge zu denken, und machte ſich eilig wieder auf den Weg.

nuEndlich langte der Karren an, und hielt vor dem Häuſe des Schneiders. Lucia ſprang ſtuͤrmiſch auf, Agneſe ſtieg ab, und ſtuͤrzte haſtig in's Zimmer; Mutter und Toch⸗ ter lagen einander in den Armen. Die Hausfrau, welche allein ſich gegenwaͤrtig befand, ſprach ihnen Muth zu, be⸗ ruhigte ſie, und freute ſich mit ihnen. Dann ſagte ſte, ſie gehe, um ein Bett fuͤr ſie zurecht zu achen und ließ ſie⸗ beſcheiden, wie ſie war, allein.

3ch habe Betten 47 ſprach ſie im Hinausgehen;wenn das aber auch nicht waͤre, ſo wollt ich ſowohl als mein Mann lieber auf der Erde ſchlafen/ als daß wir unſre lie⸗ ben Gaͤſte fuͤr die Nacht ſich ein andres Unterkommen ſu⸗ chen ließen.

Nach dant. erſen Sturm⸗ der unadmanges und des Geſchluchzes wollte Agneſe die Schickſale ihrer Tochter wiſſen, und dieſe mußte an die ſchmerzenvolle Erzaͤhlung gehen. Aber, wie der Leſer weiß, war es eine Geſchichte, die Keiner in allen ihren einzelnen Theilen kannte, und ſo gah es auch fuͤr Lueien dunkle, durchaus unerklaͤrbare Punkte. Hauptſaͤchlich das verhaͤngnißvolle Zuſammentref⸗ fen, daß die entſetzliche Kutſche an der Straße dort gerade in dem Augenblicke ſtand, als Lucia in einem ſo unge⸗ woͤhnlichen Falle voruͤber ging. Mutter und Tochter ver⸗ loren ſich daruͤber in Vermuthungen, geriethen aber immer weit von der Wahrheit ab, ohne ſich im geringſten ihr zu naͤhern. Was dagegen den Haupturheber des ſchaͤndlichen Umtriebes betraf, uͤber ihn waren beide keine Sekunde in

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