Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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vich komme, ihn in's Gefaͤngniß zu ſetzen, die verdiente Strafe uͤber ihn zu verhaͤngen... wofern er ſchuldig iſt,“ fuͤgte er kleinlaut hinzu.— Darauf neigte er ſich nach

vorn zum Kutſcher hin, und rief ihm haſtig zu:„vor⸗

waͤrts, pedro, wenms Dir moͤglich.“ 3.

Der Kutſcher laͤchelte gleichfalls mit einer erzwunge⸗ nen Hoͤflichkeit der Menge ſein Wohlwollen zu, als ſteckte eine Perſon von der hoͤchſten Bedeutung in ihm; mit einer Zierlichkeit, die ſelbſt geſehen ſeyn will, ließ er zur Rech⸗

ten und Linken behutſam die Peitſche walten, und erſuchte

die unbequemen Nachbaren, ſich beſcheiden ein wenig zu⸗ ruͤckzuziehen.—„Mit Erlaubniß, meine Herren,“ klang ſeine Bitte;„ein Bischen Platz, nur ein ganz klein Bis⸗ echen Platz; keinen Fingerbreit mehr, als zum Durchkom⸗ men Noth.“ 8

Waͤhrend deſſen bemuͤhten ſich die thaͤtigeren Goͤnner⸗ den Wunſch um Raum, welcher ſo hoͤflich geaͤußert wor⸗ den, zu befriedigen; Einige brachten durch gute Worte— „zuruͤck, zuruͤck, ein Bischen Platz, ihr Herren!“— die Leute vor den Pferden zum Weichen, legten ihnen die fla⸗ chen Haͤnde auf die Bruſt, und druͤckten ſie ſanft ſeitwaͤrts; Andre thaten zu beiden Seiten der Kutſche daſſelbe, damit ſie weder mit den NRaͤdern uͤber Zehen hinrollte, noch Schnautzbaͤrte außer Faſſung brachte; denn das haͤtte nicht bloß zu Klagen Anlaß gegeben, ſondern auch den Lichtglanz, welcher den Kanzler umfloß, um viele Strahlen gebracht.

Die wuͤrdevolle Greiſengeſtalt, von der Angſt ein we⸗ nig in Verwirrung geſetzt, von der Anſtrengung erſchoͤpft, durch die Bekuͤmmerniß ſelbſt aber ermuthigt, und durch die Hoffnung, einen Menſchen aus ſeiner Todesangſt zu