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ſo vieler Stimmen, die Jubelgruͤße ſelbſt, die man ihm entgegen gellte, ließen nur leiſe und Wenigen nur ſeine Worte zu Ohren kommen. So half er ſich denn durch Geberden; bald legte er die Fingerſpitzen an die Lippen, und druͤckte ihnen einen Kuß auf, welchen die Haͤnde, ſchnell ſich loͤſend, nach allen Seiten hin als Bethenerung ſeines Dankes fuͤr das oͤffentliche Wohlwollen vertheilten; bald ſtreckte er die Arme durch die Fenſter, und machte eine leichte Bewegung damit, um ſich Platz zu erbitten, bald ſenkte er ſie hoͤflich, und druͤckte ſo ſein Geſuch um Still⸗ ſchweigen aus. Sobald ſich das Getoͤſe auf einen Augen⸗ blick gelegt hatte, vernahmen die Naͤchſten umher ſeine Worte, und ſprachen ſie nach.—„Brodt, Ueberfluß. Ich komme, um Euch Gerechtigkeit zu verſchaffen; nur ein we⸗ nig Platz, bitt' ich.“— Ueberſchrien und durch das Ge⸗ toͤne ſo zahlloſer Stimmen wie erſtickt, zog er ſich bei'm Anblick ſo vieler gedraͤngter Geſichter, ſo vieler beobachten⸗ der Augen, einige Minuten zuruͤck, blies die Backen auf, aͤchzte, ſeine Beklemmung zu erleichtern, und ſagte:„Alle Hagel, was fuͤr Volk!*)
„Ferrer lebe! Keine Furcht, Herr Staatskanzler! Der Herr Staatskanzler ſind ein wackerer Mann. Brodt! Brodt!“
„Ja⸗ Brodt, Brodt!“ erwiederte Ferrer,„im Ueber⸗ fluß; ich verſprech' es Euch.“— Dabei legte er die rechte Hand auf's Herz.—„Ein wenig Platz,“ rief er drauf mit der ganzen Gewalt der Stimme, deren er faͤhig war,
*) Die Stellen, welche in unſrer Ueberſetzung mit Schwabacher Lettern erſcheinen, hat das Original in ſpaniſcher Sprache. D. L.


