Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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Iſt denn das der Ferrer, der die Verordnungen aus⸗ fertigen hilft? fragte unſer Renzo einen Mann, welcher neben ihm ſtand; denn allſobald war ihm jenes vidit Fer- rer eingefallen, welches ihm der Doktor Knotenhauer un⸗ ter dem Regierungsbefehl gezeigt, und ihm in's Ohr ge⸗ ſchrien hatte.

Freilich, der Großkanzler, ward ihm geentwyortet

S iſt ein wackerer Mann, nicht wahr?

Ei, weit mehr noch als vloß ein wackerer Mann! Er eben hat uns das Brodt zu wohlfeilem Preiſe verſchafft; das ſtand ihnen aber nicht an, und nun kommt er her, um den Speichervogt in's rechte Loch zu ſchmeißen, weil er ſich ſuͤndlich benommen hat.

Es braucht nicht erſt geſagt zu werden, daß unſer Fremdling augenblicklich fuͤr Ferrer eingenommen war. Er wollte ſogleich ihm entgegen gehen, aber das war nicht leicht; indem er es jedoch als ein vuͤſtiger Bergbewohner an Stoͤßen mit Schultern und Ellenbogen nicht fehlen ließ, machte er ſich gluͤcklich Platz, und kam in die erſte Reihe zu ſtehen, der Kutſche dicht zur Seite.

Dieſe war bereits ein wenig in's Gedraͤnge vorgeruͤckt, und ſtand eben ſtill, durch ein Hinderniß, wie es unter ſol⸗ chen Umſtaͤnden unvermeidlich und gewoͤhnlich, aufgehalten. Der alte Ferrer ließ bald durch das eine, bald durch das andre Fenſter des Kutſchenſchlages ein leutſeliges Geſicht, voller Liebe und herablaſſender Freundlichkeit, blicken, ein Geſicht, welches er ſich jederzeit fuͤr die Erſcheinung vor Philipp dem Vierten als Ruͤckhalt bewahrt hatte; indeſſen mußte er es bei dieſer Gelegenheit ſchon einmal drauf ge⸗ hen laſſen. Er ſprach, aber das Geſchrei und das Geſumſe