Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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rer Arbeit auf's Reine zu kommen; die Zuſchauer licßen nicht ab, ſie durch ihr Geſchrei zu ermuntern.

unter dieſen trat, ſelbſt ein Schauſpiel, ein Greis von widrigem Anſehen hervor, riß die beiden hohlen flammenden Augen weit auf, verzerrte ſeine Unholdszuͤge zum Schmun⸗ zeln einer teufliſchen Freundlichkeit, hielt uͤber ſein ſpaͤrlich behaartes graues Haupt die Haͤnde empor, ſchwang in der Luft einen Hammer, einen Strang und vier große Naͤgel, und ſagte, er wolle damit den Speichervogt, ſobald er ſeine Hoͤllenſcele ausgeaͤchzt habe, an die Pfoſten ſeiner eigenen Thuͤre nageln.

Herr Gott, ſchaͤmt Euch! brach Renzo los, den bei dieſen Worten ein Schauder durchrann. Auf vielen Ge⸗ ſichtern ſtand es freilich zu leſen, wie ſie ſich erbaulich an den blutgierigen Worten des Alten labten; Andre aber, ob⸗ gleich ſie kein Wort hoͤren ließen, verriethen dennoch den Abſcheu, welcher ihn ſelbſt erfuͤllte, und dieß machte ihm Muth.Schaͤmt Euch! fuhr er fort.Wollen wir vom Schinder das Handwerk vorgen? Einen Chriſtenmen⸗ ſchen um's Leben bringen! Wie wollt Ihr, daß Gott uns Brodt ſchenke, wenn wir derlei Miſſethaten begehen? So wird er uns ſeine Blitze herabſchicken, nicht Brodt.

Du Hund! Du Verraͤther Deines Vaterlandes! ſchrie ihm mit geſpenſterartigem Wuthgeſichte, raſch ſich nach ihm umdrehend, Einer von denen zu, welche durch den Laͤrm hindurch die kindlich frommen Worte, die er ge⸗ ſprochen, hatten vernehmen koͤnnen.Warte, warte! S iſt Einer von des Speichervogts Leuten, als ein Auslaͤnder verkappt, ein Spion! Los auf ihn! Gebt ihm ſein Theil! Hundert Stimmen ſchallen ringsum empor:Wer