— 29— laufenes Volk, an Alter und Geſchlecht verſchieden, muͤßig und waffenlos. Sobald man ihnen andeutete, ſie ſollten auseinander gehen und Platz machen, antworteten ſie mit einem dumpfen, weithin hallenden Gemurre; Keiner be⸗ wegte ſich von der Stelle. Auf die Maſſe Feuer geben, ſchien dem Offizier nicht nur eine grauſame, ſondern auch eine gefahrvolle Sache; es beleidigte die weniger Schreck⸗ lichen, und wuͤrde die Gewaltthaͤtigen erſt reizen; uͤbrigens hatte er auch dazu durchaus keine Anweiſung. Das erſte Gedraͤnge luͤften, es zur Rechten und Linken aus einander treiben, und dann vorwaͤrts ruͤcken, um den Krieg gegen denjenigen zu fuͤhren, der ihn beginnen wuͤrde, das waͤre das Beſte geweſen; es aber mit Erfolg auszufuͤhren, da ſaß die Schwierigkeit. Wer wußte, ob die Soldaten an einander geſchloſſen und in Ordnung wuͤrden vorruͤcken koͤnnen? Wenn ſie, ſtatt den Haufen von einander zu rei⸗ ßen, ſelbſt ſich unter ihn zerſtreut verloͤren, ſo wuͤrden ſie ſich, nachdem ſie ſeine Wuth angefacht, gaͤnzlich in ſeiner Gewalt ſehen. Die Unentſchloſſenheit des Anfuͤhrers und die Unbeweglichkeit der Kriegsmaͤnner hatte, mit Recht oder Unrecht, das Anſehen von Furcht. Indeſſen begnuͤgte ſich das Geſindel, welches ſich dicht neben ihnen befand, mit einer Miene, als wenn die Mallaͤnder zu ſagen pfle⸗ gen: Wo Du biſt, da lach' ich! ihnen in's Geſicht zu ſe⸗ hen; die ein wenig weiter fort ſtanden, konnten ſich nicht enthalten, ſie mit haͤmiſchen Grimaſſen und mit verſpotten⸗ dem Zuruf zu necken; noch weiter hin wußte man nicht oder kuͤmmerte ſich wenig darum, wer da waͤre; die Zerſtoͤ⸗ rer fuhren fort, auf die Mauer loszugehen, und hatten nichts Anders im Sinne, als ſo bald als moͤglich mit ih⸗
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