Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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zu verwahren, wie wenn man ein ſchwarzes Ungewitter herbeizichen ſieht, und von einem Augenblick zum andern den herabſtuͤrmenden Hagel erwartet. Das ſteigende Ge⸗ heul, wie ein Donner durch die Luͤfte brauſend, ſchallt im leeren Hofe erſchuͤtternd wieder, jeder Schlupfwinkel im

Hauſe droͤhnt davon, und mitten im weitverbreiteten, viel⸗

ſtimmigen Laͤrmen hoͤrt man die Steinwuͤrfe gegen die Thuͤre immer heftiger krachen, immer dichter anf einande folgen./

Der Speichervogt! Der Tyrann! Der Aushungerer! Den wollen wir, lebendig oder todt!

In athemloſer Beaͤngſtigung lief der arme Ungluͤck⸗ liche halb todt von Zimmer zu Zimmer irrend umher, fal⸗ tete ungeſtuͤm die Haͤnde, empfahl dem Himmel ſein Heil, und bat ſeine Diener, ſich wacker zu halten, und ein Mit⸗ tel, wie er entwiſchen koͤnne, ausfindig zu machen. Aber wie und auf welchem Wege? Er ſtieg auf den Söller, guckte durch ein Loch zwiſchen der oberſten Zimmerdecke und dem Dache beklommen in die Straße hinab, und ſah ſie von wuͤthenden Menſchen bis zum Sticken voll; er hoͤrte die Stimmen, die ſeinen Tod begehrten, und verwirrter noch vor Angſt zog er ſich zuruͤck, um den ſicherſten und entlegenſten Birgwinkel zu ſuchen. Zuſammengekauert horchte er hier, horchte, ob das unheilvolle Geſprudel der Entruͤſtung vielleicht ſchwaͤcher wuͤrde, ob das Getuͤmmel ein wenig nachließe; da er aber ſtatt deſſen das Geheul wilder nnd rauſchender ſich erheben merkte, da er das Klopfen und Pochen gedraͤngter ſchallen hoͤrte, umklam⸗ merte ihm die kalte Todesangſt auf's Neue das Herz, und außer ſich vot Furcht, hielt er beide Ohren mit den Fin⸗