Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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gern zu. Dann knirſchte er, vor Verzweiflung ſchier den Verſtand verlierend, mit den Zaͤhnen, verzerrte grimmig das Geſicht, ſtreckte die Arme aus, und ſtemmte ſich zum Kampfe, als wollte er die Thuͤre muthig in eigener Perſon vertheidigen. Wie er uͤbrigens ſich benahm, laͤßt ſich frei⸗ lich ſo ganz genau nicht wiſſen, indem er allein war; die Geſchichte iſt alſo gezwungen, es zu errathen. Ein Gluͤck, daß wir aus Gewohnheit damit ein wenig Beſcheid wiſſen.

Renzo befand ſich dießmal in der eigentlichen Maſſe der Empoͤrung; nicht von der wogenden Menge hinein ge⸗ tragen, mit gutem Vorbedacht hatte er ſich der Meute ge⸗ ſellt. Bei der erſten Forderung des Blutdurſtes, fuͤhlte er, wie ſein eigenes Blut in den Adern erſtarrte. Was die Pluͤnderung betraf, war er allerdings nicht ganz mit ſich einig, ob ſie in dieſem Falle erlaubt oder ſuͤndlich waͤre; der Gedanke aber, daß von Abſchlachtung eines Menſchen die Rede, erfuͤllte ihn unmittelbar mit dem eigentlichen Schauder des Abſcheus. Leidenſchaftliche Gemuͤther beſiz⸗ zen eine unheilbringende Gelehrigkeit; was die Andern in Leidenſchaftlichkeit ihnen vorreden, glauben ſie augenblick⸗ lich, und ſo war auch Renzo vollkommen uͤberzeugt, daß der Speichervogt die erſte Urſache der Hungersnoth, der große Schuldige ſey. Die Ermordung des Schuldigen aber war ihm ein Graͤuel; da er nun bei'm erſten Aufbrechen des Schwarmes zufaͤllig einige Worte gehoͤrt hatte, die einen Fingerzeig enthielten, es ſeyen einige Willens, um den Mann zu retten, ſich keine Anſtrengung verdrießen zu laſ⸗ ſen, ſo hatte er ploͤtzlich den Entſchluß gefaßt, zu einem ſo loͤblichen Werke das Seinige gleichfalls beizutragen; in