Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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er ihn fuͤr ſich; denn unter ſo vielen Geſichtern ließ ſich auch nicht ein einziges ſinden, welches zu ſagen ſchien: Bruder, wenn ich Unrecht habe, ſo üriſe mich zurecht; ich werde es Dir danken.

Schon hatte ſich die Flamme wiederum geſenkt; man ſah Niemanden weiter mit brennbaren Stoffen herbeikom⸗ men, und der Schwarm fing an ſich zu langweilen; da kam ploͤtzlich das Geruͤcht auf, am Corduſio, einem kleinen Platze in der Naͤhe, wo mehrere Straßen ſich kreutzen, habe man eben angefangen, einen Ofen zu ſtuͤrmen. Bei ſolchen Gelegenheiten giebt das Verkuͤnden eines Ereig⸗

niſſes ihm erſt die Entſtehung. Die Nachricht hatte kaum

verlautet, ſo verbreitete ſich durch die Menge die Luſt, hin zu laufen.Ich gehe. Gehſt Du? Ich komme, laß uns gehen hoͤrte man von allen Seiten; die Schaar geraͤth in Bewegung, ſie bricht wimmelnd auf, und macht ſich auf den Weg. Nenzo blieb zuruͤck, und bewegte ſich bloß, in ſo fern er vom Strome mit fortge⸗ riſſen ward; waͤhrend deſſen uͤverlegte er, ob er ſich aus dem Gedraͤnge hinaus winden, und nach dem Kloſter zu⸗ ruͤckkehren ſollte, um den Pater Bonaventura aufzuſuchen, oder ob er auch dieſe neue Geſchichte mit anſaͤhe. Auch hier ſiegte die Neugier. Indeſſen nahm er ſich vor, in das Getuͤmmel des Haufens ſelbſt ſich nicht hinein ziehen zu laſſen; er hatte nicht Luſt, das Schauſpiel mit zerſtoße⸗ nen Gliedern zu bezahlen, oder wohl noch etwas Schlim⸗ meres zu wagen. Schon fuͤhlte er es ein wenig frei um ſich her, nahm das zweite Brodt hervor, ließ es ſich gleich⸗ falls ſchmecken, und folgte dem laͤrmenvoll ſich tummeln⸗ den Heere von fern.