Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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Jetzt iſt doch endlich einmal, ſchrie der Eine,die Gaunerliſt der Hundsfoͤtter entdeckt, die da immer ſagten, es ſey kein Brodt, kein Mehl, kein Getraide vorhanden. Jetzt liegt die Sache klar vor aller Welt Augen da, und ſie ſollen ſich nicht mehr unterſtehen, uns die Luͤge auf⸗ binden zu wollen. Segne uns Gott den Ueberfluß!

Wenn Ihr mich anhoͤren wollt, ſo hilft das Alles noch nichts entgegnete ein Anderer;'s iſt ein Loch im Waſſer, und's ſteht nur um ſo ſchlimmer, wofern nicht eine gute Gerechtigkeit mit ihrer Keule dreinſchlaͤgt. Das Brodt wird wohlfeil werden, dafuͤr laßt Euch nicht bange ſeyn; ſie werden's aber mit Gift pfeffern, um das arme Volk, wie Fliegen, hinſterben zu laſſen. Sie ſagen's ja

ſchon, daß wir Unſrer zu viel ſeyen; in der Verſammlung

des Gerichtshofes haben ſie ſich's verlauten laſſen, und das kann ich mit Gewißheit weiter erzaͤhlen, denn mit meinen eigenen Ohren hab' ich's von meiner Frau Gevatterin ge⸗ hoͤrt; die aber hat einen guten Freund, und das iſt ein Verwandter vom Kuͤchenjungen eines der Herren.

Dinge, welche ſich kaum wieder erzaͤhlen laſſen, brachte mit ſchaͤumendem Munde ein Andrer vor, welcher auf den zerzauſten und blutigen Haaren ſeines Kopfes mit einer

Hanrd ein zerfetztes Taſchentuch hielt. Ein daneben Stehen⸗

der ſprach, als wollt' er ihn troͤſten, ſeine Worte nach. Platz, Platz, Leute! Seyd gebeten. Laßt einen ar⸗ men Hausvater durch, der ſeinen fuͤnf Kindern zu eſſen heimtraͤgt. So ſprach Einer, der unter einem maͤchtig großen Mehlſack ſchwankend daherkeuchte, und Jeder wich

bereitwillig zuruͤck, um ihm den Durchweg zu oͤffnen.

Ich? gab ein Andrer unter der Hand ſeinem Ge⸗ II.. 2