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— 13— Worte ließen ſich in dem unermeßlichen Geſchrei, womit die Menge antwortete, deutlicher als die uͤbrigen unter⸗ ſcheiden.
„Vernuͤnftig, Kinder! Seht Euch wohl vor, noch iſts Zeit. Geſchwind, geht, kehrt nach Hauſe zuruͤck. Ihr ſollt Brodt haben; aber das iſt keine Art. Heh! Heh, was macht Ihr da unten? Was, gegen die Thuͤre? War⸗ tet, wartet, ich ſeh' es! Vernuͤnftig! Seht Euch vor! Ein gewaltiges Vergehen! Ich komme hinunter, auf der Stelle. Heda! Weg mit dem Eiſen, weg mit den Haͤnden! Was iſt das? Ihr Mallaͤnder, die Ihr uͤberall auf Erden Eurer guten Geſinnung wegen bekannt ſeyd— hoͤrt mich an! hoͤrt mich an! Seyd immer gut geweſen, ſeyd bis... Ah, die Schurken!“
Dieſes ploͤtzliche Umſchlagen des Styls war die Wir⸗ kung eines Steines, welcher, den Haͤnden eines guten Mai⸗ laͤnders entflogen, die Stirn des Redners an der linken Erhoͤhung getroffen.—„Schurken! Schurken! fuhr er fort zu ſchreien, warf mit raſcher Heftigkeit das Fenſter zu, und zog ſich zuruͤck. Er haͤtte aber ſo wuͤthend ſchreien koͤnnen, als es die Kehle nur immer aushielt, ſeine Worte, die guten wie die boͤſen, zerſtreuten ſich verhallend in die Luft, und gingen in dem kreiſchenden Getoͤſe, welches von der Straße heraufſtuͤrmte, klanglos unter. Was er aber vorhin zu ſehen gedroht hatte, war ein Arbeiten gegen Thuͤre und Fenſter mit Steinen und Eiſen, die man in der Schnelligkeit unterweges ſich verſchafft hatte, um die Thuͤrfluͤgel zu ſprengen, und das Eiſenwerk daran gewalt⸗ ſam los zu brechen; auch war die Arbeit bereits ſehr weit gedichen.


