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keit ſeiner Lage zu empfinden.—„Heißt ſie ſeitwaͤrts wei⸗ chen, damit ich zu Athem kommen kann,“ gebot er den Hellebardieren,„thut aber Keinem etwas zu Leide. Wir wollen ſuchen, in den Laden hinein zu kommen; klopft an, und laßt indeß das Volk zuruͤcktreten.“
„Zuruͤck, zuruͤck!“ riefen die Hellebardiere, indem ſie ſaͤmmtlich auf die Vorderſten losgingen, und ſie mit dem Schafte ihrer Waffen nach der Straße hin trieben. Dieſe ſchreien, treten zuruͤck, wie ſie koͤnnen, druͤcken die Naͤch⸗ ſten hinter ihnen mit den Schulterblaͤttern gegen die Bruſt, ſtoßen ſie mit den Ellenbogen in den Bauch, und treten mit den Ferſen auf ihre Zehen; es entſteht ein Gedraͤnge, ein Stoßen und Preſſen, daß Diejenigen, welche ſich in der Mitte befanden, etwas drum gegeben haͤtten, wenn ein Zaubergeſpann ſie anderswohin verſetzen wollte. Indeſſen bildet ſich dicht an der Thuͤre etwas leerer Raum; der Hauptmann klopft, klopft heftiger, daß man ihm oͤffne. Die Leute drinnen ſehen durch's Fenſter heraus, kommen ſchnell herab, und oͤffnen; der Hauptmann tritt hinein, und traͤgt den Hellebardieren auf, Einen nach dem Andern herein zu laſſen, die Letzten ſollten den Haufen mit den Waffen in Schranken halten. Sobald der Laden voll, reihen ſich die Bewaffneten als eine Kette auf. Ihr Befehlshaber ſteigt indeſſen einige Stufen hinan, und tritt an ein Fenſter. Himmel, welch ein brauſendes Gewuͤhle!
„Kinder!“ ruft er, und Viele ſehen hinauf.„Kinder, geht nach Hauſe. Durchgaͤngige Verzeihung Jedem, der auf der Stelle ſich heimmacht.“
„Brodt, Brodt! Aufgemacht, aufgemacht!“— Dieſe
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