— 11m— die Thuͤrfluͤgel, und klammern die Halteiſen ein. Die Menge faͤngt an, ſich draußen dicht zuſammen zu haͤufen, und„Brodt! Brodt!“ wird gerufen,„macht auf! macht auf!“
In demſelben Augenblick langt mit einer Schaar von Hellebardieren der Hauptmann der Gerechtigkeit an.— „Platz, Platz, Kinder!“ rufen er und ſeine Leute,„geht nach Hauſe, nach Hauſe; Achtung vor'm Hauptmann!“— Das Volk, ſich noch nicht hinlaͤnglich bei Kraͤften fuͤhlend, weicht ein wenig nach beiden Seiten zuruͤck; ſo konnten der Hauptmann und die Seinigen naͤher kommen, und wenn auch nicht in vollſtaͤndiger Ordnung, doch Einer dicht neben dem Andern vor der geſchloſſenen Thuͤre des Ladens ſich aufſtellen.—„Aber, Kinder,“ ſprach von hier aus der Hauptmann,„was macht Ihr hier? Geht nach Hauſe. Wo bleibt Eure Gottesfurcht? Was wird der Koͤnig, unſer Herr, ſagen? Es ſoll Euch kein Leid ge⸗ ſchehen, aber geht nach Hauſe. Geht als brave Leute! Was Teufel wollt Ihr hier Kopf bei Kopf zuſammenge⸗ draͤngt vornehmen? Wahrhaftig nichts zum Heil Eurer Seele, und zum Heil Eures Koͤrpers eben ſo wenig. Nach Hauſe, nach Hauſe!“— Doch nur die Vorderſten ſahen das Geſicht des Sprechers und vernahmen ſeine Worte; haͤtten ſie alſo auch ſeinem Rathe gehorchen wollen, ſo waͤren ſie es dennoch nicht im Stande geweſen; denn von denen, die hinter ihnen ſtanden, wurden ſie vorgeſchoben, und in erſtickende Enge gezwaͤngt; dieſe ſahen ſich ihrer⸗ ſeits eben ſo gedraͤngt, wie Welle von Welle, und ſo ging's bis zum aͤußerſten Ende des immer wachſenden Ge⸗ wimmels fort. Der Hauptmann fing an, die Aengſtlich⸗


