Teil eines Werkes 
2. Theil
Entstehung
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Laſt freiwillig nieder, und machten ſich auf die Flucht. Deſſenungeachtet waren dieienigen, welche mit nuͤchternem Gaumen abziehen mußten, immer noch bei weitem die Mehr⸗ zahl; die Beutemacher ſelbſt fuͤhlten ſich durch einen ſo unbedeutenden Fund keinesweges befriedigt; zu Dieſen und Jenen ſich geſellend, ſtanden die Schelme, welche auf eine beſſer begruͤndete Ordnungsloſigkeit ihren Plan gebaut hatten. Und ſo erſcholl denn ploͤtzlich das Geſchrei:Zu den Oefen! zu den Oefen!

In der Straße Corſia de' Servi war eine Baͤckerei, welche noch heutiges Tages vorhanden, und denſelben Namen noch fuͤhrt; dieſer Name wuͤrde in toskaniſcher Mundartder Kruͤckenofen bedeuten, beſteht aber in der Mallaͤndiſchen aus ſo ſprachwidrigen, wunderlichen und ungebildeten Worten, daß es dem Alphabet der Sprache an Zeichen gebricht, um den Klang derſelben auf dem Papiere auszudruͤcken*). Hieher ſtroͤmte der Schwarm. Die Geſellen im Laden fragten eben den Knaben aus, welcher ohne ſeine Butte heimgekommen; mit beſtuͤrztem Angeſichte und verwilderten Haaren ſtattete dieſer von ſei⸗ nem klaͤglichen Abentheuer ſtotternden Bericht ab, als das Geraͤuſch einer wuͤhlenden Volksmenge ſich hoͤren ließ. Der Laͤrmen ſtieg und naͤherte ſich; die Vorlaͤufer des Haufens erſchienen.

Die Noth war groß, der Drang gebot Eile. Der Eine laͤuft, um bei demHauptmann der Gerechtigkeit Huͤlfe zu ſuchen; die Andern ſchließen in aller Geſchwin⸗ digkeit den Laden, legen von innen die Querſtangen vor

*) El prestin di scansc. A. M.

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