Teil eines Werkes 
1. Theil
Entstehung
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dieſer Bewegung aber entſtaͤubte ihr eine neue Mehlwolke,

welche wohl mehr betragen mochte als die beiden Brodte, die der Knabe hatte fallen laſſen.Fort, fort, ſagte der Mann,wir werden zuruͤckkommen, um ſie aufzuneh⸗ men, oder s nimmt ſie'in Andrer auf. So lange Zeit dar⸗ ben wir; jetzt, da'n mal ein Bischen Ueberfluß kommt, wollen wir's uns in Frieden ſchmecken laſſen.

Waͤhrend deſſen kamen Leute von draußen dazu; Einer von ihnen trat zur Frau hin, und fragte, wo man ſich Brodt zu holen habe?Vorwaͤrts, vorwaͤrts! antwor⸗ tete ſie, und als ſie etwa zehn Schritte weit entfernt wa⸗ ren, ſagte ſie muͤrriſch:dieſe Schlingel vom Lande kom⸗ men, alle Backoͤfen und alle Vorrathskammern leer zu fe⸗ gen, und fuͤr uns bleibt nichts uͤbrig.

Immer noch ein Bischen fuͤr den Mann, Plauder⸗ lieſe, ſagte der Kerl an ihrer Seite.Die Huͤlle und Fuͤlle!

Aus Dieſem und Aehnlichem, was er ſah und hoͤrte, fing Renzo an zu begreifen, er habe eine empoͤrte Stadt betreten, und dieß ſey ein Tag der Eroberung, wo Jeder,

heißt das, nach Wollen und Koͤnnen ſich nahm, und mit Schlaͤgen bezahlte. So ſehr wir auch wuͤnſchen, unſern armen Gebirgsmann eine gute Rolle ſpielen zu laſſen, ſo noͤthigt uns doch die hiſtoriſche Treue die Bemerkung ab, daß das Schauſpiel ſich im erſten Augenblick ſeines Bei⸗ falls erfreute. Er hatte ſo wenig Urſache, mit dem gewoͤhn⸗ lichen Laufe der Dinge zufrieden zu ſeyn, daß er geneigt war, jede Veraͤnderung zu billigen. Da er uͤberdieß kein Mann war, welcher ſich uͤber ſein Jahrhundert erhob, lebte auch er in der allgemeinen Meinung, die Theuerung des