Teil eines Werkes 
1. Theil
Entstehung
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kein Ort fuͤr Brodte.Wir wollen doch einmal ſehen, was das fuͤr eine Geſchichte iſt! ſagte er fuͤr ſich, und trat zur Saͤule hin; er buͤckte ſich, nahm eins es war wahrhaftig ein rundes weißes Brodt, wie es unſer Wan⸗ derer nicht einmal an Feſttagen zu eſſen gewohnt war. S iſt meiner Seele Brodt, ſagte er laut; ſo groß war ſein Erſtaunenſo ſtreut man's hier zu Lande herum? In dieſem Jahre? Und es ruͤckt ſich auch nicht einmal Einer, um es aufzufangen, wenn es faͤllt! Das iſt ja wahrhaftig das Schlaraffenland, wo der Himmel voller Geigen haͤngt! Nach einem Wege von zehn Meilen, bei friſcher Mor⸗ genluft, machte das Brod, ſobald er nur mit der Ver⸗ wundrung fertig war, ſeine Eßluſt ziemlich rege. Nehm' ichs? uͤberlegte er.Pah! Sie haben's hier fuͤr die Hunde liegen laſſen, ſo wird ſich doch wohl auch ein chriſtlicher Menſch dran ſatt eſſen duͤrfen! Im ſchlimm⸗ ſten Fall kommt der Eigenthuͤmer dazu, und dann bezahl' ich's ihm. Indem er ſo dachte, ſteckte er das Brodt, welches er ſchon in Haͤnden hatte, in die Taſche, machte es mit einem zweiten und einem dritten eben ſo, und ſetzte ſeinen Weg fort, unkundiger als je, und von ganzer Seele begierig, uͤber die Sache ſich eine Aufklaͤrung zu verſchaffen.

Bald ſah er Leute aus dem Innern der Stadt daher⸗ kommen, und betrachtete diejenigen, welch zuerſt ſich ſehen ließen, mit Aufmerkſamkeit. Es war ein Mann, eine Frau, und einige Schritte dahinter ein Knabe, alle Drei mit ei⸗ ner Laſt auf dem Ruͤcken, die ihre Kraͤfte zu uͤberſteigen ſchien, alle Drei in einem ſeltſamen Aufzuge. Die Kleider, oder eigentlich die Fetzen mit Mehl bedeckt, mit Mehl be⸗ deckt die Geſichter, und uͤber alle Maßen verzerrt und