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zu. Wie ihm zu Muthe war, kann Jeder leicht ermeſſen. Von ſeinem Hauſe, und was mehr ſagen will, von ſeinem väterlichen Dorfe, was aber am meiſten ſagen will, von Lucien ſich entfernen; auf einer fremden Straße ſich be⸗ finden, ohne zu wiſſen, wohin man das Haupt zur Ruhe niederlegen darf, und Alles das um eines einzigen Schur⸗ ken willen! Wenn dieſer Gedanke ſich in Renzo's Ein⸗ bildungskraft gewaltſam aufrichtete, verfiel er wie außer ſich in Wuth, und ihn uͤberwaͤltigte die Sehnſucht nach Rache; bald aber gedachte er des Gebetes, welches er mit ſeinem guten Moͤnche in der Kirche von Pescarenico zum Himmel erhoben, und ſo beſann er ſich eines Beſſern. Bald darauf flammte die Entruͤſtung wieder empor; ein Schattenbild aber, das uͤber die Mauer hinzuſchweben ſchien, weckte ihn, er ruͤckte den Hut in's Geſicht, und ſtand einen Augenblick ſtill, um von Neuem zu beten; ſo hatte er auf dieſer Reiſe wenigſtens zwanzig Mal ſeinen Schmerzensengel Don Rodrigo getoͤdtet und vom Tode wieder auferweckt. b Die Straße lief eben zwiſchen zweien hohen Seiten⸗ waͤnden verſteckt, voll von Koth und Steinen, von tiefem Naͤdergeleiſe durchſchnitten, welches nach einem ſtarken Regen voller Waſſer ſtand; wo es nicht geraͤumig genug, um dem Waͤſſſer zum Bette zu dienen, lag die ganze Breite der Straße uͤberſchwemmt, in eine Pfuͤtze verwandelt, und faſt ungangbar. Ein kleiner ungebahnter Fuſtſteig, welcher ſich treppenartig uͤber die eine Wand hinzog, zeigte, daß andere Wandrer ihren Weg durch die Felder genommen hatten. Nenzo ſtieg mittelſt eines ſolchen Pfades auf die Anhoͤhe zur Seite, ſah vor ſich hin, und gewahrte das


