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Und Eure Gnaden wiſſen, wer mich der Gerechtigkeit uͤber⸗ liefern koͤnnte, oder meinen Kopf vorzeigte— ich ſag's nicht, um damit zu prahlen— der zoͤg einen goldenen Hecht an der Angel herauf. Hundert Seudi, einen neben dem an⸗ dern aufgezaͤhlt, und die Erlaubniß, zweien Banditen die Freiheit zu verſchaffen.“
„Was zum Henker?“ ſagte Don Rodrigo,„ſo hab' ich einen nichtsnutzen Hund an Dir, der kaum das Herz hat, von ſeinem Strohlager aufzuſpringen, und den Voruͤber⸗ gehenden in die Waden zu fallen, der ſich ruͤckwaͤrts haͤlt, wenn die Hausleute ihm helfen, und ſich nicht getraut, vier Schritte weit zu gehen?“
„Ich glaube, verehrter Herr, Beweiſe gegeben zu haben...“
„Alſo?“
„Alſo“— nahm der Graue freimuͤthig das Wort, nach⸗ dem er ſo auf die Spitze geſtellt worden,—„alſo thu' Eure Gnaden, als haͤtt' ich gar nicht geſprochen; das Herz eines Loͤwen, das Bein eines Haſen, und ich bin bereit ab⸗ zugehen.“
„Und ich hab' auch nicht geſagt, daß Du allein gehen ſollſt,“ ſagte Don Rodrigo.„Nimm ein Paar von den Beſten mit Dir, den Schmarrgeſicht zum Beiſpiel, den Geradetriff, ſo geh' guten Muths, und ſey der Graue. Drei Geſichter, wie die Eurigen, wenn die ruhig gehen, wer thaͤte ſie nicht herzlich gern ruhig vorbei gehen laſſen? Die Haͤſcher in Monza muͤßten ihres Lebens gar ſehr uͤber⸗ druͤßig ſeyn, wenn's ihnen einkaͤme, fuͤr hundert Seudi ſich an ſo ein gefaͤhrliches Spiel zu machen. Und dann glaub' ich auch nicht ſo unbekannt dort zu ſeyn, daß die Auszeich⸗


