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welche nach dem Willen des Erſten, der es vertraut hat, durchaus nichts davon erfahren ſollten. Indeſſen wuͤrde es gewoͤhnlich lange Zeit unterweges bleiben muͤſſen, wenn Jeder nicht mehr als zwei Freunde haͤtte, den Einen, wel⸗ cher es ihm zufluͤſtert, und den Andern, welchem er es un⸗ ter Bedingung des Stillſchweigens vertraut. Es giebt aber Leute, gleichſam mit einem Vorrechte zur Freundſchaft aus⸗ geſtattet, und dieſe zaͤhlen derſelben zu Hunderten; gelangt alſo das Geheimniß zu Einem von ihnen, ſo werden die Kreiſe der Fortpflanzung ſo reißend und ſo vielfaͤltig, daß es unmoͤglich iſt, ſie mit beobachtenden Blicken zu verfol⸗ gen. Unſer Autor hat ſich nicht mit Gewißheit uͤber⸗ zeugen koͤnnen, durch wie viele Theilnehmer das Ge⸗ heimniß, welches der Graue zu erkundſchaften Befehl hatte, gelaufen ſey; ſo viel aber iſt ausgemacht, daß der gute Mann, von welchem die beiden Frauen nach Monza begleitet worden, als er mit ſeinen Karren um die Veſper⸗ ſtunde nach Pescarenico zuruͤckkehrte, ehe er noch die Schwelle ſeines Hauſes beruͤhrte, einen treuen Freund traf⸗ und dieſem in leiſer Vertraulichkeit das gute Werk, ſo er ausgefuͤhrt, wie die folgenden Ereigniſſe, mittheilte; eben
ſo ausgemacht, daß der Graue zwei Stunden ſpaͤter nach
dem Pallaſte zuruͤcklaufen, und ſeinem Herrn berichten konnte, Mutter und Tochter haͤtten ihre Zuflucht in einem Kloſter zu Monza gefunden, der Braͤutigam dagegen habe ſeinen Weg nach Mailand fortgeſetzt.
Don Rodrigo verrieth uͤber dieſe Trennung eine fre⸗ velhafte Froͤhlichkeit; von der boshaften Hoffnung, zu ſei⸗ nem Zwecke zu gelangen, fuͤhlte er wieder einen leiſen Schimmer erwachen. Ueher die nunmehr noͤthigen Schritte


