Teil eines Werkes 
1. Theil
Entstehung
Einzelbild herunterladen

293

dieſes umſtandes als eines Schluͤſſels, um die uͤbrigen Nach⸗ richten, die er ſelbſt oder ſeine untergeordneten Kundſchaf⸗ ter geſammelt, zu erklaͤren, und ſo war er endlich im Stande, fuͤr Don Rodrigo einen ziemlich deutlichen Be⸗ richt daraus zuſammen zu ſetzen. Er ſchloß ſich alſobald mit ihm ein, und ſprach von dem Streich, welchen die bei⸗ den Verlobten bei'm Pfarrer verſucht hatten; dieß erklaͤrte auf ſehr natuͤrliche Weiſe, warum man das Haus leer ge⸗ funden, und was das Glockengelaͤut zu ſagen gehabt habe, ohne daß man im Pallaſte Verraͤther anzunchmen noͤthig hatte. Er ſprach von der Flucht, und auch fuͤr dieſe ließ ſich mehr als eine Urſache finden; die Furcht des Braut⸗ paars, da es bei der ſtraͤflichen Handlung uͤberraſcht wor⸗ den, eine Nachricht vom Einbruch, die ihnen, ſobald ſie entdeckt war, vielleicht gegeben worden; eben ſo der Auf⸗ ſtand des ganzen Dorfes nichts begreiflicher, als daß ſie ſich eiligſt davon machten. Zuletzt berichtete er, daß ſie nach Pescarenico ihre Zuflucht genommen haͤtten; weiter aber ging ſeine Kunde nicht.

Don Rodrigo war wenigſtens mit der Entdeckung zu⸗ frieden, daß kein Verrath dabei im Spiele geweſen, und keine Spur ſeiner Mitwirkung vorhanden; doch gewaͤhrte dieß nur eine oberflaͤchliche und voruͤbereilende Beruhigung. Mitſammen die Flucht genommen, ſchrie er,mitſam⸗ men! Und dieſer Schurke von Moͤnch! Dieſer Moͤnch das Wort kam heiſer aus der Kehle, waͤhrend es zugleich von den Zaͤhnen, die am Finger nagten, verſtuͤmmelt ward; der Anblick des grimmſuͤchtigen Boͤſewichts war widrig, wie ſeine Leidenſchaften.

Buͤßen ſoll's dieſer Pfaffe! Grauer, ich bin nicht, der