heiß unter'm Hut? Ihr nehmt mir's auch mit dem Stadt⸗ vogt gar ſehr ernſtlich..“
„Geht, geht, habt Ihr nicht ſelbſt geſagt, daß man ſich mit dergleichen Leuten in Acht nehmen muß—
„Das hab' ich geſagt, und handelt ſich's um eine ernſtliche Angelegenheit, ſo werde ich Euch zeigen, daß ich die Kinderſchuhe laͤngſt abgeworfen habe. Wißt Ihr, was ich um Euch zu thun den Muth habe? Ich bin im Stande, ſtehendes Fußes mich auf den Weg zu bege⸗ ben, und dieſem Herrn Stadtvogt meine Aufwartung zu machen. Ob er an ſolch einer Ehre genug haben wird? Ich ſag' Euch, Vetter, ich bin im Stande, ihn eine halbe Stunde hindurch vom Grafen Herzog, von ſeinem ſpaniſchen Herrn Kaſtellan reden zu laſſut, und ihm in allen Stuͤcken recht zu geben, auch wenn er die allerun⸗ ſinnigſten Dinge ſo querkoͤpfig als moͤglich von ihnen be⸗ hauptet. Dann werde ich ſo ein Woͤrtchen vom Grafen Oheim des Geheimraths dazwiſchen fallen llaſſen, und Ihr wißt, was dergleichen Woͤrtchen im Ohr des Herrn Stadtvogt fuͤr'ne Wirkung haben. Endlich am Ende hat er unſres Schutzes weit mehr, als Ihr ſeiner Will⸗ faͤhrigkeit, vonnoͤthen. Ich werd' es klug machen, werde hingehen, und Euch die Sache in beſtmoͤglichem Zuſtande hinterlaſſen“.
Nach dieſen und aͤhnlichen Worten ging der Graf hinaus auf die Jagd, und Don Rodrigo wartete mit Aengſtlichkeit die Ruͤckkehr des Grauen ab. Dieſer kam endlich um die Stunde des Mittageſſens, und brachte Kunde.
Der Wirrwarr der Nacht war ſo geraͤuſchvoll gewe⸗


