Teil eines Werkes 
1. Theil
Entstehung
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in Arbeit die ganze Nacht hindurch; dabei die Gefahr, in die Klauen der Bauern zu fallen, oder außer den Prei⸗ ſen, die bereits auf deinen Kopf geſetzt, dir einen zweiten Iwegen Raub eines ehrſamen Maͤdchens auf den Hals zu ziehen. Und dann auf eine ſolche Weiſe empfangen zu werden! Aber ſo pflegen die Menſchen zu lohnen. In⸗ deſſen haſt du bei dieſer Gelegenheit lernen koͤnnen, daß

Leute, wie du, ſich bisweilen nach ihrem Verdienſte ab⸗:

gefertigt ſehen, und die Rechnung auch wohl in dieſer Welt ſchon in's Reine gebracht wird. Geh ſchlafen fuͤr jetzt; vielleicht wirſt du uns kuͤnftig einmal einen andern und weit merkwuͤrdigeren Beweis dafuͤr geben.

Naͤchſten Morgens hatte der Graue ſchon wieder alle

Haͤnde voll zu thun, als Don Rodrigo aufſtand. Augen⸗ blicklich ſuchte er den Grafen auf. Dieſer ſah ihn kaum hereintreten, ſo ließ er in Geſicht und Geberden einen ergoͤtzlichen Hohn ſpielen, und rief ihm zu:Sankt Mar⸗ tin, Vetter!

Ich weiß eben nicht, was ich darauf antworten ſoll, ſagte Don Rodrigo, indem er zu ihm hintrat;ich werde die Wette zahlen; das aber iſt die Wunde nicht, die mich

am brennendſten ſchmerzt. Ich hatte Euch fruͤher nichts

geſagt; denn, ich geſteh' es, ich hatte mir Rechnung ge⸗ macht, dieſen Morgen mit einer ganz andern, ſiegestrun⸗ kenen Miene vor Euch hinzutreten und Euch in ſtaunende Ueberraſchung zu ſetzen. Aber genug, ich will Euch jetzt Alles ſagen,. 1

Da hat auf jeden Fall der Moͤnch eine Hand im Spiele, ſagte der Graf, nachdem er Alles in geſpannter Erwartung verwundert angehoͤrt hatte; ja er nahm ein