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trude mit einer Layenſchweſter um einer winzigen Kleinig⸗ keit willen in Wortwechſel, und machte ſie uͤber alle Ma⸗ ßen, ohne ein Ende zu finden, herunter. Die Layen⸗ ſchweſter ließ es ſich anfangs gefallen, und biß knirſchend in den Zaum, endlich aber gab ſie der Geduld den Ab⸗ ſchied, und warf ein Wort hin, ſie wiſſe etwas, und wuͤrde zu ihrer Zeit zu ſprechen verſtehen. Von dieſem Augenblick an hatte die Edelnonne keinen Frieden mehr. Nicht lange nachher ward die Layenſchweſter eines Mor⸗ gens vergebuich in ihren gewoͤhnlichen Amtsgeſchaͤften er⸗ wartet; man ſuchte ſie in ihrer Zelle, und traf ſie daſelbſt nicht an; man ruft ſie mit lauter Stimme, ſie antwor⸗ tet nicht; man ſpaͤht umher, und kehrt vom Keller bis zum Dachboden alle Winkel um, ſie iſt nirgends zu fin⸗ den. Und wer weiß, auf welche Vermuthungen man ge⸗ rathen waͤre, wenn ſich nicht eben bei'm Nachſuchen in der Gartenmauer eine große Oeffnung gefunden haͤtte; ſo waren nun Alle der Meinung, ſie habe ſich auf dieſem Wege davon gemacht. Nun ſchickte man augenblicklich nach allen Seiten hin Eilboten, um ihr auf den Fuß zu fol⸗ gen und ſie einzuholen; auch wurden außerhalb fleißige Nachſuchungen angeſtellt, und doch erhielt man uͤber die Vermißte niemals nur die geringſte Kunde. Vielleicht haͤtte man mehr erfahren koͤnnen, wenn, ſtatt in der Ferne zu ſuchen, die Naͤhe durchmuſtert worden waͤre. Nach vielen Verwunderungen, da Niemand ihr einen ſolchen Schritt hatte zutrauen moͤgen, nach vielen woͤrtlichen Verhandlungen kam man uͤberein, daß ſie weit fort, ſehr weit fort ihre Flucht genommen. Und weil eine der Schweſtern ſich einmal geaͤußert hatte, ſie habe ſich gewiß


