Teil eines Werkes 
1. Theil
Entstehung
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Fluſſe der Geſchwaͤtzigkeit an ſich zu haben pflegte, ahmte es die Lehrerin ausfuͤhrlich nach, und machte einen luſtigen Auftritt daraus; ſie zog nachaͤffend ein Geſicht wie dieſe, trug ſich wie jene Nonne,⸗ und lachte dann aus vollem Halſe; ſolch ein Lachen aber kam nicht von Herzen und ging nicht zum Herzen. So hatte ſie einige Jahre ver⸗

lebt, ohne daß eine guͤnſtige Gelegenheit, etwas Weiteres

zu beginnen, ſich einſtellte, als ploͤtzlich ihr Unſtern ſolche Umſtaͤnde herbeifuͤhrte.

Unter die uͤbrigen Freiheiten und Auszeichnungen, welche ihr bewilligt worden, um ſie einſtweilen fuͤr die Aebtiſſinwuͤrde zu entſchaͤdigen, gehoͤrte auch die, daß ſie in einem beſondern Theile des Kloſters wohnte. Dieſe Seite des Gebaͤudes ſtieß an ein Haus, in welchem ein junger Mann, ein Boͤſewicht von Handwerk, hauſte; einer von den Vielen, die um jene Zeit mit ihrem bewaffneten Geſinde, oder in Verbindung mit Andern ihres Gelichters, bis zu einem gewiſſen Punkte ſich uͤber die oͤffentliche Ge⸗ walt und die Geſetze luſtig machen durften. Unſre Hand⸗ ſchrift nennt ihn Egidio, erwaͤhnt aber weiter nichts. Aus einem ſeiner Fenſter ließ ſich in den kleinen Hof jener Kloſterſeite hinunter ſehen. So hatte er verſchiedentlich Gertruden aus langer Weile auf und niedergehen oder um⸗ herſchwaͤrmen bemerkt. Von der Gefahr und der Heilloſig⸗ keit des Beginnens eher angelockt als zuruͤckgeſchreckt, wagte er es einſt, ſie anzuſprechen, und die Ungluͤckliche gab ihm Antwort.

Die erſten Augenblicke gewaͤhrten ihr, wenn auch nicht eine ungetruͤbte, doch eine lebhafte Befriedigung. Die traͤge Leere ihres Gemuͤthes war durch eine kraͤftige, fort⸗

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