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* 4 durch, rief ſich in's Gedaͤchtniß alle die Umſtaͤnde zuruͤck,
unter denen ſie an den Ort gelangt, wo ſie ſich befand,
und zerſtoͤrte, was ſie durch einen wirklichen Schritt ge⸗ than, tauſend Mal fruchtlos durch den Gedanken. Sie klagte ſich der Zaghaftigkeit, Andre der Tyrannei und der Treuloſigkeit an, und marterte ſich bis zur Erſchoͤpfung ab. Sie vergoͤtterte und beweinte zugleich ihre Schoͤnheit, beiam⸗ merte eine Jugend, welche beſtimmt ſey, im langſamen Maͤrtyrthume hinzuſterben, und beneidete in gewiſſen Stun⸗ den jedes Maͤdchen, das frei, in welcher Lage, mit welchem Gewiſſen es auch ſey, die Guͤter dieſer Welt genießen durfte.
Der Anblick der Nonnen, welche bei ihrem Eintritt in’s Kloſter mitgewirkt, war ihr verhaßt. Sie gedachte der Liſt und der Kuͤnſte, die dieſe Verfuͤhrerinnen in Bewe⸗ gung geſetzt, und bezahlte ſie dafuͤr mit unhoͤflicher Begeg⸗ nung, mit quaͤlender Grillenhaftigkeit, bisweilen ſelbſt mit unverhohlenen Vorwuͤrfen. Den Nonnen ſchien es groͤß⸗ tentheils am beſten, die bitteren Biſſen nieder zu ſchlucken und zu ſchweigen; denn der Fuͤrſt hatte ſich wohl zur Grauſamkeit gegen die Tochter entſchloſſen, um ihren Ein⸗ tritt in's Kloſter auf alle Weiſe zu erzwingen; nachdem er aber ſeine Abſicht erreicht, wuͤrde er es nicht ruhig mit angeſehen haben, daß Andre ſich gegen ſein Kind zu viele Freiheit erlaubten; jeder geringe Aerger, zu welchem die Genoſſinnen Anlaß gegeben, haͤtte den Verluſt ſeines maͤch⸗ tigen Schutzes nach ſich gezogen, oder den Goͤnner wohl gar in einen Feind verwandelt. Es ließe ſich nun glauben, Gertrude habe zu den andern Schweſtern, welche in jenem ſchmutzigen Gewirre von Kunſtgriffen ihre Haͤnde rein ge⸗


