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Zuflucht, es ſey in welcher Lage, unter welcher Bedingung.
es wolle, zu ihr nimmt, auf die rechte Bahn verhilft, und ihm Ruhe gewaͤhrt. Wenn es fuͤr geſchehene Dinge ein Mittel giebt, ſo ſchreibt ſie es vor, und reicht es dem Kran⸗ ken; ſie leiht Einſicht und Kraft, es um jeden Preis in Wirkung zu ſetzen. Iſt kein Mittel vorhanden, ſo lehrt ſie in der That, was wir ſprichwoͤrtlich zu ſagen pflegen, aus der Noth eine Tugend machen. Was aus Leichtſinn begon⸗ nen worden, lehrt ſie mit frommer Weisheit fortſetzen; ſie floͤßt dem Gemuͤthe Empfaͤnglichkeit ein, um den Geboten der Uebermacht mit williger Hingebung ſich zu fuͤgen, und giebt einer verwegenen, aber unwiderruflichen Wahl die ganze Heiligkeit, die ganze Beſonnenheit, und wir wollen es frei herausſagen, den ganzen freudigen Eifer des innern Berufes. Aus welchem Irrgange, aus welchem Abgrunde
der Menſch auch immer zu ihr ſich rette, ſie laͤßt ihn ei⸗
nen Pfad finden, auf dem er bald mit Sicherheit, mit un⸗ verdroſſenem Willen fortwandelt, und froͤhlichen Gemuͤ⸗ thes einem froͤhlichen Ende entgegengehen kann.
Auf dieſe Weiſe haͤtte die Tochter des Fuͤrſten eine got⸗ tesfuͤrchtige und zufriedene Nonne werden koͤnnen, unter welchen Umſtaͤnden ſie auch immer den Schleier genommen. Statt deſſen aber rang die Ungluͤckliche beſtaͤndig unter dem Joche, und empfand um ſo druͤckender die Laſt und die Zerknirſchung. Die unaufhoͤrliche Bereuung der auf⸗ geopferten Freiheit, der ſchaudernde Abſcheu vor ihrer ge⸗ genwaͤrtigen Lage, ein abmattendes Schweifen hinter Wuͤn⸗ ſchen, welche niemals befriedigt werden konnten, das wa⸗ ren die vorzuͤglichſten Beſchaͤftigungen ihres raſtloſen Gei⸗ ſtes. Sie ging die bittere Vergangenheit immer wieder


