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der hinzuſchleichen in den kalten und finſtern Schatten des Kloſters. Ueberlegte ſie aber in ruhiger Stimmung die Schwierigkeiten, heftete ſie ihr Auge auf das Geſicht des Fuͤrſten, ſo verdampften bald auch dieſe Vorſaͤtze alle wie⸗ der. Der Gedanke, ſolchen Genuͤſſen fuͤr immer entſagen zu muͤſſen, machte ihr manchmal die kurze Probe derſelben, welche man ihr ſo eben geſtattete, widerwaͤrtig und pein⸗ lich, wie ungefaͤhr ein durſtgequaͤlter Kranker den Loͤffel Waſſers, den ihm der Arzt mit Muͤhe geſtattet, voll bitte⸗ ren Grolls betrachtet, und von ſich ſtoßen moͤchte. Indeſſen hatte der Vicar der Nonnen das noͤthige Zeugniß von ſich gegeben, und die Erlaubniß, zu Gertru⸗ dens Aufnahme das Kapitel zu verſammeln, langte an. Die Verſammlung fand ſtatt; die Wahlſtimmen ſprachen, wie ſich's erwarten ließ, zu Gunſten der jungen Braut, zwei Drittel der Anweſenden, was nach den Vorſchriften erforderlich war, gaben ihren Beifall, und Gertrude ward aufgenommen. Sie ſelbſt bat am Ende, der langen Plage muͤde, ſo bald als moͤglich in's Kloſter eintreten zu duͤr⸗ fen. Einem ſolchen Eifer widerſetzte ſich Niemand. Ihr Wille geſchah demnach, und in ſtattlichem Aufzuge nach dem Kloſter geleitet, legte ſie das heilige Gewand an. Zwoͤlf Monate des kloͤſterlichen Probedienſtes vergingen un⸗ ter Reue und Gegenreue; dann erſchien der Tag des Be⸗ kenntniſſes, der Tag, an welchem entweder das ſeltſamſte, unerwartetſte, aͤrgerlichſte Nein ausgeſprochen, oder das Ja, welches ſie ſo oft ſchon geſagt, wiederholt werden mußte. Sie wiederholte es, und ward Nonne, Nonne fuͤr immer. Es iſt eine von den beſondern und unmittheilbaren Kraͤften der chriſtlichen Religion, daß ſie Jedem, der ſeine
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