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ſo weit entfernt ſchien, etwas Aehnliches in ihr zu arg⸗ woͤhnen, mit ihrer Schwaͤche bekannt zu machen, erfuͤllte ſie mit unausſtehlichem Widerwillen. Er konnte ſie frei⸗ lich von der Nothwendigkeit, den Schleier nehmen zu muͤſ⸗ ſen, befreien; damit hatte aber auch die Wirkung ſeines Anſehens und ſein Schutz ein Ende. Hatte ſie dieſes Mit⸗ tel ergriffen, ſo ſtand ſie dem Fuͤrſten allein gegenuͤber. Von all den Qualen, welche ſie nachher im Hauſe auszu⸗ ſtehen haben wuͤrde, wußte der gute Prieſter nichts, und haͤtte er es auch gewußt, ſo konnte er doch bei all ſeinen wohlwollenden Abſichten nichts weiter als ſie beklagen. So ward endlich der Pruͤfende eher zu fragen, als die Ungluͤck⸗ liche, die Wahrheit zu verheimlichen„ muͤde; er uͤberzeugte ſich, daß die Antworten fortwaͤhrend gleichfoͤrmig lauteten, und glaubte keine Befugniß zu haben, um in ihre Aufrich⸗ tigkeit einen Zweifel zu ſetzen. Daher aͤnderte er endlich die Sprache, und ſagte ihr, was er am meiſten geeignet hielt, ſie in ihrem guten Vorſatze zu befeſtigen. Nachdem er ſodann ſich ihrer frommen Entſchluͤſſe mit ihr gefreut, nahm er ſeinen Abſchied.
Indem er beim Weggehen durch die Zimmer des Pal⸗ laſtes ſchritt, ſtieß er auf den Fuͤrſten, der zufaͤllig daſelbſt vorruͤberzugehen ſchien, und ſtattete ihm uͤber die gluͤckliche Stimmung, worin er die Tochter gefunden, ſeine Gluͤck⸗ wuͤnſche ab. Der Fuͤrſt hatte bis dahin in unangenehmer Zuverſichtsloſigkeit geſchwebt; bei dieſer Nachricht aber ath⸗ mete er wieder auf, ſetzte die gewohnte Wuͤrde ſeines Be⸗ tragens aus den Augen, lief ſpornſtreichs zu Gertruden, uͤberhaͤufte ſie mit Lobſpruͤchen, mit freigebigen Verheißun⸗ gen und Liebkoſungen; der Jubel ſeiner Freude war herz⸗
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