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mein fuͤrſtliches Fraͤulein, die Rolle des Teufels zu ſpielen; was Sie in Ihrer Bittſchrift als gewiß vorgetragen, komme ich in Zweifel zu ziehen, komme, Ihnen die Schwie⸗ rigkeiten alle vor Augen zu halten, und mich zu uͤber⸗ zeugen, ob Sie dieſelben auch hinlaͤnglich in Erwaͤgung gezogen. Erlauben Sie alſo, daß ich Ihnen einige Fra⸗ gen vorlege.“
„Sprechen Sie nur,“ erwiederte Gertrude. 1
Somit begann der gute Prieſter, ſie in der vorgeſchrie⸗ benen Form der Verordnungen zu befragen.—„Fuͤhlen Sie in Ihrem Herzen einen freien, zwangloſen Entſchluß, Nonne zu werden? Sind keine Drohungen oder Schmeicheleien dabei in's Werk geſetzt worden? Hat man ſich keines ſchrek⸗ kenden Anſchens bedient, um Sie zu dieſem Schritte zu verleiten? Reden Sie mit Offenherzigkeit, ohne Ruͤckhalt; Sie ſtehen vor einem Manne, deſſen Pflicht es iſt, Ihren wahren Willen zu erfahren; er ſoll verhindern, daß Ihrem freien Entſchluſſe auf irgend eine Weiſe Gewalt angethan werde.“ 4
Die wahre Antwort, welche eine ſolche Frage verlangte,
ſtellte ſich Gertrudens Geiſte augenblicklich in ſchrecklicher Klarheit dar. Aber um ſie zu geben, mußte man ſich in eine Erklaͤrung einlaſſen, von den erhaltenen Drohungen Bericht erſtatten, und eine vollſtaͤndige Geſchichte erzaͤhlen. Die Ungluͤckliche floh erſchrocken vor dieſem Gedanken zu⸗ ruͤck, und ſuchte eiligſt eine Antwort, welche am beſten und ſchnellſten aus dieſer peinlichen Verlegenheit ſie retten konnte.
„Ich werde Nonne,“ ſagte ſie, ihre Beſtuͤrzung ver⸗
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