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wieder hier,“ ſagte Lucia zu den Frauen, und ſtieg eilig hinab. Sie ſah Renzo's verwandeltes Geſicht, ſeine un⸗ ruhige Haltung, und ſagte nicht ohne Vorgefuͤhl des Schreckens:„Was geht vor?“
Lucia,⸗“ antwortete Renzo,„heut iſt nichts anzu⸗ fangen, und Gott weiß wann wir Mann und Weib wer⸗ den koͤnnen.“
Wie?“ ſagte das Maͤdchen ganz außer Faſſung. Renzo erzaͤhlte ihr in aller Geſchwindigkeit, was dieſen Morgen vorgefallen; ſie hoͤrte ihm mit Beklemmung zu, und als ſie den Namen Don Rodrigo vernahm, rief ſie zitternd und erroͤthend:„Himmel, bis ſo weit!“
„Du wußteſt alſo...“ ſagte Renzo.
„Nur zu gut,“ antwortete Lucia;„aber ſo weit!“
„Was wußteſt Du?“
Laß mich jetzt nicht reden, laß mich nicht weinen. Ich will geſchwind die Mutter rufen, und die Frauen wieder nach Hauſe ſchicken. Wir muͤſſen allein ſeyn.“
„Du haſt mir nie etwas geſagt,“ murmelte Renzo, waͤhrend ſie ſich auf den Weg machte.
Ach Renzo!“ rief das Maͤdchen, indem es ſich um⸗ wandte, doch ohne ſtill zu ſtehen. Renzo be griff ſehr wohl, daß ſein Name, in ſolch einem Augenblicke, mit ſolch einem Ton ausgeſprochen, in Luciens Munde ſagen wollte: Kannſt Du zweifeln, daß ich bloß geſchwiegen, weil ich meine gerechten und tadelloſen Urſachen dazu hatte?
Die gute Agneſe indeſſen ſo hieß Luciens Mutter, hatte das Ohrenfluͤſtern des kleinen Maͤdchens mit dem ploͤtzlichen Verſchwinden der Tochter verglichen; es wan⸗ delten ſie Verdacht und Neugier an, ſie kam herab und


