Teil eines Werkes 
1. Theil
Entstehung
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den entdeckten Feind ſich verrieih,„ich kann Unrecht ge⸗ than haben; aber greifen Sie in Ihre eigene Vrun⸗ und denken Sie Sich an meine Stelle.“

Unter dieſen Worten hatte er den Schluͤſſel aus der Taſche gezogen, und ging, die Thuͤre zu oͤffnen. Don Abbondio folgte ihm auf den Fuß, und waͤhrend jener den Schluͤſſel im Schloſſe herumdrehte, ſtellte er ſich ihm zur Seite, hielt ihm mit ernſtem aͤngſtlichem Geſichte die drei erſten Finger der rechten Hand vor den Augen, und ſagte: „Schwoͤret wenigſtens”—

„Ich kann Unrecht gethan haben, und Sie muͤſſen mich entſchuldigen,“ antwortete der Juͤngling, indem er die Thuͤre in die Hand nahm und ſich auf den Weg ma⸗ chen wollte.

„Schwoͤret!“ wiederholte Don Abbondio, und faßte

ihn mit zitternder Hand beim Arm.

„Ich kann Unrecht gehabt haben,“ rief Renzo, und machte ſich von ihm los. Wie ein Pfeil ſchoß er hinaus, und brach auf dieſe Weiſe die Unterſuchung ab, welche wie eine litteraͤriſche oder philoſophiſche Anterſuchung ſich

durch ganze Jahrhunderte haͤtte hindurchziehen koͤnnen,

indem jeder Theil nur immer fern⸗ ei eigenen Argumente wiederholte.

MPerpetua! Perpetua!“ ſchrie Don Abbondio, nach dem er den Davoneilenden vergebens zuruͤck gerufen hatte. Perpetua antwortete nicht, Don Abbondio wußhte aichi mehr, wo er war.

Es iſt wohl oͤfters Perſohet von weit hoͤherem Stande als Don Abbondio begegnet, in ſo peinlichen Bedraͤngniſ⸗