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mit faſt unwilliger Stimme; denn nach einem ſo großen Opfer duͤnkte er ſich gewiſſermaßen der Glaͤubiger gewor⸗ den zu ſeyn.„Wie er es gemacht hat? Ich wollte, Ihr haͤttet ſo wenig Luſt gehabt, Euch in die Geſchichte zu miſchen, als ich; ſo waͤren Euch wahrhaftig nicht ſo viele Grillen im Kopfe ſitzen geblieben.“
Und nun mahlte er die unheimliche Begegnung mit ſchrecklichen Farben. Waͤhrend er erzaͤhlte, empfand er im⸗ mer deutlicher den Zorn, der bis dahin in ſeiner Furcht verborgen und gleichſam eingewickelt gelegen; zugleich be⸗ merkte er, wie Renzo, zwiſchen Entruͤſtung und Verwir⸗ rung, mit geſenktem Kopfe unbeweglich vor ihm ſtand.
Daher nahm ſeine Rede einen muthigeren Schwung.
„Ihr habt einen huͤbſchen Streich gemacht! Habt mir einen ſchoͤnen Dienſt erwieſen! Auf einen anſtaͤndigen Mann, auf Euren Pfarrer, in ſeinem eigenen Hauſe ſo los⸗ zugehen! Wahrhaftig, da habt Ihr eine ſchoͤne Geſchichte angeſtellt! Mir mit Gewalt mein Ungluͤck, Euer Ungluͤck, aus dem Munde zu reißen, was ich aus Klugheit, zu Eurem eigenen Frommen, verſchwiegen hielt! Und jetzt, da Ihr es wiſſet? Ich moͤchte doch ſehen, was Ihr mir noch— Um's Himmels Willen! Es iſt kein Spaß. Es handelt ſich nicht um Recht und Unrecht; um Gewalt handelt es ſich. Als ich Euch dieſen Morgen eine gutgemeinte Vorſtellung machte... eh, den Augenblick in Wuth! Ich ging wie ein Mann von Vernunft zu Werke, fuͤr Euch und fuͤr mich. Aber was iſt zu thun? Oeffnet wenigſtens; gebt mir den Schluͤſſel!“
„Ich kann Unrecht gethan haben,“ ſagte Renzo mit gedaͤmpfter Stimme, in welcher jedoch der Grimm gegen


