Teil eines Werkes 
1. Theil
Entstehung
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„Aber wenn ich rede, iſts mein Tod. Muß mir mein Leben nicht zur Laſt ſeyn, Renzo...?“

„Drum reden Sie!“

Dieſes Drum war mit einem ſolchen Nachdruck aus⸗ geſprochen, Renzo's Geſicht nahm einen ſo drohendeu Cha⸗ rakter an, daß Don Abbondio nicht einmal an die Moͤg⸗ lichkeit, ihm Gehorſam zu verweigern, denken konnte.

„Verſprecht mir,“ ſagte er,„ſchwoͤrt mir, mit Nieman⸗ dem davon zu ſprechen, niemals zu ſagen—

„Ich verſpreche Ihnen, daß ich einen wilden Streich

begehe, wenn Sie mir nicht auf der Stelle ſeinen Namen

ſagen. 77

Bei dieſer neuen draͤngenden Beſchwoͤrung zog Don Abbondio ein Geſicht, als haͤtte er die Zange des Zahnbre⸗ chers im Munde;„Don—“ ſtammelte er.

„Don?“ wiederholte Renzo, als wolltee er dem Schmer⸗ zensſohn das Uebrige hervorbringen helfen; er ſtand geneigt da, hielt das Ohr nach dem Munde des Pfarrers hin, und ſchien mit Armen und Fäuſten ſchlagfertig.

„Don Rodrigo!“ ſprach der Geaͤngſtigte eilig. Er ließ die wenigen Silben gebrochen auf einander folgen, und glitt uͤber die Konſonanten weg, theils aus Beſtuͤr⸗ zung, theils ſchien er, da die wenige Aufmerkſamkeit, welche er frei hatte, ſich auf die Vergleichung der doppelten Furcht wandte, das verhaͤngnißvolle Wort, im Augenblicke ſelbſt, da er gezwungen war, es von ſich zu geben, verheimlichen und verſchwinden laſſen zu wollen.

„Der Hund!“ bruͤllte Renzo.„Und wie hat er es gemacht! Was hat er Ihnen geſagt, um— 1„

„Wie er es gemacht hat?“ entgegnete Don Abbondio