— 41— der Stimme eines Gaſtes, welcher entſchloſſen iſt, ſich eine entſchiedene Antwort zu holen,„wer iſt der gewaltthaͤtige Menſch, der nicht will, daß ich Lucien heirathe?“
„Wie? Was?“ ſtotterte der arme Pfarrer uͤber⸗ raſcht, und zugleich ward ſein Geſicht weiß und ſchlaff wie ein Stuͤck Zeug, das eben aus der Waͤſche kommt. Waͤh⸗ rend er aber ſtotterte, ſprang er vom Lehnſtuhl auf, und wollte ſeinen Eilmarſch nach der Thuͤre hinnehmen. Renzo dagegen, welcher dieſe Bewegung hatte erwarten muͤſſen, und daher auf der Lauer ſtand, kam vor ihm bei der Thuͤre an, verſchloß ſie und ſteckte den Schluͤſſel in die Taſche.
„Werden Sie jetzt ſprechen, Herr Pfarrer?“ fragte er. „Alle wiſſen, wie es um mich ſteht, nur ich nicht. Zum Wetter, ich will es auch wiſſen! Wie heißt der Menſch?“
„Renzo!“ rief Don Abbondio,„beim Heiland, ſeht was Ihr thut; denkt an Eure Seele!“
„Ich denke bloß, daß ich es ſogleich wiſſen will, auf der Stelle!“
Waͤhrend er das ſagte, legte er, vielleicht ohne daran zu denken, die Hand an den Griff des Meſſers, das ihm aus der Taſche ſah.
„Barmherzigkeit!“ ſchrie Don Abbondio mit matter Stimme.
„Ich will es wiſſen!“
„Wer hat Euch geſagt—?
„Nichts, nichts, kein Firlefanz mehr! Rund heraus und auf der Stelle!“
„Wollt Ihr meinen Tod?“
„Fch will wiſſen, was ich ein Recht habe zu vwiſſn ⸗
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