Teil eines Werkes 
1. Theil
Entstehung
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„Nun gut. Ich will es ruhig eine ganze Woche hin⸗ durch anſtehen laſſen. Aber das ſag' ich Ihnen, wenn die Woche voruͤber iſt, ſo laſſe ich mich durch kein Geplauder mehr abſpeiſen. Indeſſen meinen Reſpekt!“

Er ging, verneigte ſich jedoch gegen Don Abvondio nicht ſo tief, als gewoͤhnlich, und warf ihm einen mehr be⸗ deutenden als ehrfurchtsvollen Blick zu. Nachdem er aber auf die Straße gelangt, und wider Willen ſich nach dem Hauſe ſeiner Verlobten begab, kam er im Geiſte, mitten in der Entruͤſtung, auf das Geſpraͤch mit dem Pfarrer zuruͤck, und fand es immer ſeltſamer. Don Abbondio's kalte und verlegene Aufnahme, die Anſtrengung und Ungeduld, die ſich in ſeinen geſuchten Reden verriethen, die beiden grauen Augen, welche, waͤhrend er ſprach, nach allen Seiten um⸗ herſtreiften, als haͤtten ſie Furcht, ſich mit den Worten, die aus dem Munde kamen, zu treffen; die Unkunde, welche er uͤber eine ausdruͤcklich verabredete Vermaͤhlung ſich beilegte, vorzuͤglich aber das beſtaͤndige Andeuten irgend einer wich⸗ tigen Sache, woruͤber er ſich jedoch mit keiner einzigen Silbe klar ausdruͤckte, alle dieſe Umſtaͤnde, zuſammen ge⸗ halten, brachten Renzo auf den Gedanken, daß dahinter ein ganz anderes eimniß ſtecke, als Don Abbondio ihn verſtehen zu laſſen ſich bemuͤhte. Der Juͤngling ſtand ei⸗ nen Augenblick zweifelhaft da, ob er umkehren und dem Pfarrer zu Leibe gehen ſollte, bis er ſich deutlicher erklaͤrt haͤtte; indem er ſich aber umſah, bemerkte er Perpetuen, die vor ihm her ging, und wenige Schritte vom Hauſe in einen kleinen Kuͤchengarten trat. Er rief ihr zu, ſie moͤchte das Einlaßthuͤrchen oͤffnen, verdoppelte ſeine Schritte, holte ſie ein, hielt ſie beim Pfoͤrtchen zuruͤck, und blieb ſtehen,